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Fr. 29.10.2010, Autor: Ernst
 

Lünen, die kleine Stadt am nordöstlichen Rand des Ruhrgebiets, zieht einmal im Jahr alle Augen der deutschen Filmszene auf sich – während der Woche des Kinofestes Lünen. Auch in diesem Jahr wird die 21. Ausgabe des Filmfestivals seinem Ruf gerecht werden. Mit einem vollen und vielfältigen Programm vom Kurz- bis zum Spielfilm, Ausstellungen und natürlich der Verleihung der „Lüdia“ ist Unterhaltung garantiert.

 

Vom 11. bis zum 14. November ist in Lünen wieder einmal das Filmfieber ausgebrochen. Bereits im Vorfeld zeigt die Stadt ihr Herz für das Kino und stellt innerhalb der City an verschiedenen Orten unter dem Titel Giganten, Sissi und King Kong eine Selektion der interessantesten Filmplakate der vergangenen Jahrzehnte aus.

61 Filme, 11 Preise, 45.300 Euro Preisgeld

Im Hauptprogramm des 21. Filmfestes Lünen stehen 61 aktuelle deutschsprachige Filme aller Genres und Längen. Insgesamt werden 11 Preise im Wert von 45.300 Euro verliehen und mit Videogames auf großer Kinoleinwand, Gesprächen und Debatten wird der Timetable der vier-tägigen Veranstaltung gekonnt abgerundet.

Den filmischen Auftakt macht die Welturaufführung des Kinofilms „Die Relativitätstheorie der Liebe. Der Film von Otto Alexander Jahrreiss ist eine Sammlung ineinander verwobener Geschichten rund um vier Großstadtpaare, die alle von den beiden Schauspielern Katja Riemann und Olli Dittrich gespielt werden und deren gemeinsames Thema die Liebe ist. Beide Darsteller werden Jahrreiss’ Werk vor dem Lüner Publikum präsentieren.

Ein weiterer Beitrag ist unter anderem der erste Dokumentarfilm von Maria Speth, die bereits mit ihrem Spielfilmdebüt „Madonnen“ beeindruckte. „9 Leben“ erzählt von Punks und obdachlosen Jugendlich. Häufig thematisiert, rückt Maria Speth die Problematik in ein völlig neues Licht. Auch einem gern verdrängten Thema nahm sich Katharina von Schroeder an, welche mit „My Globe is broken in Rwanda“ ein Gruppenportrait vier junger Ruander aufstellt. In einer behutsamen Annährung an die Menschen, ihr Leben und ihr Heimatland stellt sie dar, wie Leben nach einem unvorstellbar brutalen Einschnitt, wie dem Mord an über einer Million Menschen in nur 100 Tagen, überhaupt funktioniert.

Wiederum drei deutsche Prostituierte sind Hauptdarsteller in Saara Ali Waasners „Frauenzimmer“. Christel, Paula und Karolina reden in dem Film von ihrer Arbeit und mit verblüffender Offenheit über sich selbst. Im Beitrag von Manuel Fenn hat der Filmemacher acht Jahre lang den Sohn eines Baggerfahrers auf dem Weg auf die große Bühne des Balletts mit der Kamera begleitet. Wie sich „Adrians Traum“ erfüllt zeigt Fenn in Bildern von Rückschlägen, Schmerzen, und viel Freude am Tanzen.

Zuschauervoting entscheidet über die Vergabe der Lüdia

Weitere Filme auf dem Filmfest Lünen sind „Mein Leben im Off“ von Oliver Haffner, „Im Alter von Ellen“ von Pia Marais oder „Das Lied in mir“ mit Jessica Schwarz und Michael Gwisdek. Auch dies ist nur eine Auswahl der 61 Beiträge. All die gezeigten Werke stellen sich wie in jedem Jahr dem Publikumsvoting um die hochdotierte Auszeichnung des Festivals, die Lüdia, zu gewinnen.

Weitere Informationen zum Filmfest Lünen und seinem Programm gibt es auf www.kinofest-luenen.de

 

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