"Die neuen Wandelemente bestehen aus Lärm absorbierendem Material. Da wir keine neue Lärmschutzanlage bauen, sondern die bestehenden Wände verkleiden, lässt sich aber kaum exakt vorher berechnen, in welcher Größenordnung sich der positive Effekt bemerkbar machen wird. Eine Prognose in Dezibel wollen wir daher nicht abgeben", erklärte Joachim Minten, Abteilungsleiter Bau, in der Straßen.NRW-Autobahnniederlassung Krefeld.
Die neue Verkleidung soll bis Ende 2009 angebracht sein. Vom Aussehen her folgt sie dem Gestaltungshandbuch A40, das Stefanie Bremer und Henrik Sander vom Büro orange edge entwickelt haben. Im Bereich Bochum wird die Ausformung als Barcode, im Essener Bereich als Grünes Band umgesetzt. Textfragmente aus der WM Reportage von 1954 sind Teil der Wandgestaltung und machen den Trog zu einem 1,4 km langen Denkmal für Helmut Rahn, den berühmtesten Anwohner der A40 in Essen-Frohnhausen. "Die Gestaltung kann die A40 nicht leiser machen, aber ihr Anblick wird für die Anwohner erträglicher", so Henrik Sander. "Die A40 soll die Geschichte des Ruhrgebiets und die Geschichten seiner Bewohner erzählen und ein Bild des Ruhrgebiets als Metropole neuen Typs vermitteln", so Stefanie Bremer.
Rechtzeitig zur "Kulturhauptstadt 2010" soll die neue Gestaltung umgesetzt sein. Aber nach dem Motto "erst die Arbeit, dann das Vergnügen" so Projektleiter Peter Belusa von Straßen.NRW müssen Arbeiten und Verkehrsführungen bis ins Detail aufeinander abgestimmt werden. Ohne Beeinträchtigung des Verkehrs kann ein solches Projekt an einer der befahrensten Autobahnen im Ruhrgebiet nicht umgesetzt werden. Das Baukonzept sieht eine möglichst geringe und kurzzeitige Behinderung des Verkehrs vor. So werden in den ersten drei Wochen der Ferien die Trogwände zwischen den Anschlussstellen Essen-Frohnhausen und Essen-Holsterhausen unter Vollsperrung der jeweiligen Richtungsfahrbahnen, von Samstag (4.7.) bis Dienstag (14. 7.) in Richtung Dortmund und vom 15. bis 25. Juli in Richtung Duisburg saniert. Erst nach der Sanierung, die in Einzelschritten erfolgen muss, kann die Verblendung mit den neu gestalteten Lärmschutzelementen erfolgen.
Von Ende Juli bis in den Dezember 2009 wird unter Aufrechterhaltung von jeweils zwei verengten Fahrstreifen weitergebaut. Hier kommt es dann auch zu regelmäßigen Sperrungen in den Nachtstunden und an den Wochenenden. Dabei legen die Straßenbauer großen Wert darauf, den Berufsverkehr möglichst nicht zu stören.
Von August bis Mitte Oktober werden dann auch die Trogwände im Bereich der Anschlussstellen Essen-Huttrop und Essen-Kray fertig gestellt.
Zu den Sperrungen werden unterschiedliche Umleitungen angeboten. Es werden jeweils großräumige Umleitungen und kleinräumige Umleitungen eingerichtet. Damit die Umleitungen der beiden Bauabschnitte leistungsfähig bleiben, werden auf den Strecken zusätzliche Parkverbote eingerichtet. Dieses Parkverbot wird von der Stadt Essen streng überwacht und im Falle eines Verstoßes geahndet.
(Bild: Strassen NRW)
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