Der Hauptausschuss der Stadt Dinslaken hat sich mit Hunden und ihren Hinterlassenschaften beschäftigt. Das Ergebnis ist die Empfehlung eines Aktionspaketes, das die Verunreinigungen stoppen soll, Hundehaltern aber auch entgegen kommt. Das Problem sind nicht die Hunde auf dem Stadtgebiet, sondern ihre Halter.
Auf einem Teil des ehemaligen Freibadgeländes wird in absehbarer Zeit eine Hundeauslauffläche eingerichtet. Auf mehr als 10.000 Quadratmetern können Hundehalter dann ihre Lieblinge auf eigene Gefahr frei laufen lassen. Gefährliche Hunde müssen dort nach wie vor angeleint bleiben. Ob dieses Areal beispielsweise durch einen Tierschutzverein oder dergleichen betreut wird, bleibt zunächst offen. Dort, wie an anderen Stellen im Stadtgebiet, sind so genannte Tütenstation geplant: große Ständer, denen besondere Pappbeutel für Kot entnommen werden können.
Das Ganze betrachtet die Stadt als zweijährige Test- beziehungsweise Einführungsphasephase, in der solche Kottüten kostenlos auch in Verwaltungsgebäuden, in den Bürgerbüros und möglicherweise auch da zu bekommen sind, wo Gelbe Säcke ausgegeben werden. Eine PR-Aktion soll auf allen Seiten das Bewusstsein der Bürger für mehr Sauberkeit im Stadtgebiet schärfen. Über das Wie muss sich die städtische Pressestelle Gedanken machen. Ob mit der Zeit weitere Freilaufflächen für Hunde ausgewiesen werden, ist offen.
Auf der anderen Seite ist gerade am Anfang der Projektphase der Streifendienst des Ordnungsamtes gefordert. Vier Halbtagskräfte sollen darauf achten, dass Hundehalter die von ihren Vierbeinern ausgelegten Tretminen beseitigen. Wer im Alltag das Anleingebot ignoriert, muss mit einem Verwarngeld zwischen zehn und 35 Euro rechnen. 35 Euro werden auch fällig, wenn gegen den Maulkorbzwang verstoßen wird. „Braune Granaten“ auf Kinderspielplätzen und in Sandkästen kosten für den Hundehalter genau so viel.
pm/eRe
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