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Warum sich freiwillig in Gefahr begeben?

Aktion Runter vom Gas gestartet

 
Wirtschaft und Politik , Unna , Di. 21.04.2009, Autor: Eva Rendl
 
Vom 20. bis zum 24. April 2009 findet die Europäische Woche „Operation: Speed“ statt. Diese Woche steht ganz unter dem Motto: Geschwindigkeit im Straßenverkehr. Ziel ist es nicht, möglichst viele Autofahrer zu ärgern, sondern darauf aufmerksam zu machen, dass zu schnelles Autofahren Gefahren für den Fahrer und jeden anderen Verkehrsteilnehmer mit sich bringt.

 
Zusätzlich zu den Geschwindigkeitskontrollen wurden die entsprechenden Raser direkt von der Polizei angesprochen und für die Gefahren sensibilisiert. Die Hauptunfallursache im Verkehr heißt überhöhte und nicht angepasste Geschwindigkeit. Viele dieser Unfälle, ließen sich leicht vermeiden. Häufig verunglücken Menschen auch, weil andere Fehler machen. So ist immer wieder von Fällen überhöhter Geschwindigkeit zu hören, bei denen der Fahrer gar nicht oder nur leicht verletzt aus seinem Auto steigt. Seine Unfallbeteiligten sind jedoch für ihr Leben gezeichnet oder Schlimmeres. Die psychischen Auswirkungen auf diesen Fahrer oder die Fahrerin – werden auch sie ihr Leben lang begleiten. Mögliche Unaufmerksamkeiten oder Fahrfehler lassen sich bereits bei geringfügig schnellerer Fahrt nicht mehr so gut ausgleichen. Darüber hinaus ist ein Pkw-Fahrer an dem Punkt, an dem er mit 50 km/h bereits steht, bei nur 10 km/h mehr auf dem Tacho immer noch 40 Stundenkilometer schnell. Je schneller gefahren wird, desto kleiner wird das Sichtfeld. Viele Dinge am Straßenrand sind nicht mehr wahrnehmbar. So werden Hindernisse leichter übersehen. Nicht gesicherte Gegenstände oder auch Tiere (Hunde auf der Hutablage) werden schon bei geringer Geschwindigkeit zu schweren Geschossen, die ohne Probleme die Windschutzscheibe durchschlagen können. Auch eine an die Verhältnisse angepasste Geschwindigkeit spielt eine große Rolle. Manchmal ist es notwendig auch langsamer als die vorgeschriebene Geschwindigkeit zu fahren. Gerade zum Beispiel bei Regenwetter oder unübersichtlichen Verkehrsverhältnissen bedeutet dies: Runter vom Gas! Selbstverständlich sind speziell bei schwierigen Wetterverhältnissen auch andere Dinge wichtig: zum Beispiel Licht an auch am Tag; die richtige Brille, keine Ablenkung durch Handys.

Die Kreisstadt Unna und die Kreispolizei rufen Autofahrer und auch Motorradfahrer dazu auf, über ihre gefahrene Geschwindigkeit nachzudenken und diese gegebenenfalls anzupassen. Sie tragen die Verantwortung für sich und andere.
pm/eRe

 

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