Klappe, die zweite: Die nächste Tarifverhandlung für die 700.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen steht an. Vor einer Woche wurden die Verhandlungen noch ergebnislos abgebrochen. Nun soll der Durchbruch erzielt werden. Das Beschäftigungspaket hat das Ziel, vorrangig Arbeitsplätze zu sichern.
Vor allem die weitere Möglichkeit der Kurzarbeit, deren Förderung von staatlicher Seite bald ausläuft, soll dabei erörtert werden. In der Pflicht stünden dann vornehmlich die Unternehmen. IG-Metall-Chef Berthold Huber hat jedoch im Vorhinein über die Medien auch nochmals an die Regierung appelliert. Sie müsse die Kurzarbeit über 2010 hinaus fördern, damit Massenentlassungen verhindert werden können.
Schwierige Verhandlungen um den Lohn erwartet
Gewerkschaft und Arbeitgeberseite kamen sich bei dem Thema Beschäftigungssicherung bereits letzte Woche nahe. Der Stein des Anstoßes lag aber wieder einmal beim Lohn. Die IG Metall ging zwar erstmals in ihrer Geschichte ohne eine konkrete Lohnforderung in die Tarifrunde. Doch eine Nullrunde will die Gewerkschaft ebenfalls nicht hinnehmen. Oliver Burkhard, IG Metall-Bezirksleiter NRW konstatiert: "Bei der Beschäftigungssicherung trennen uns nur noch wenige Meter, aber beim Entgelt liegen wir noch Welten auseinander. In ein Jobpaket gehören aber beide Komponenten.“
Ab 17 Uhr startet die neue Verhandlungsrunde. Die Laufzeit der gültigen Tarifverträge endet am 30. April.
-tv-
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