Startseite/ Aufklärung der Tragödie bei der Loveparade 2010 in Duisburg nimmt Formen an
Merkliste (0)Es kommt Bewegung in die Aufklärung der Katastrophe, die sich vor einem Monat auf der Loveparade 2010 in Duisburg ereignete und 21 Tote gefordert hat. In absehbarer Zeit werden womöglich erste Ergebnisse der Staatsanwaltschaft und der Stadt Duisburg bekannt gegeben. Medienberichten zufolge gingen nun auch mehrere Strafanzeigen in Richtung der RUHR.2010 Geschäftsführung.
Obwohl es erst einen Monat her ist, dass die Loveparade 2010, ein in der Regel friedliches Technospektakel, in Duisburg zum Desaster wurde, nimmt das öffentliche Interesse an der Aufklärung mehr und mehr ab. Viele sind es leid Spekulationen, Ausreden und Tag für Tag neue Beschuldigungen zu hören. Andere haben keine Kraft mehr, ihrer Wut immer neuen Ausdruck zu verleihen. Nun sieht es endlich so aus, als könne man sich auf Antworten gefasst machen.
Razzia bei Lopavent
Erst vor wenigen Tagen gab es eine Razzia in den Geschäftsräumen der Lopavent GmbH, der Agentur, welche die Loveparade-Organisation zur Aufgabe hatte und von Rainer Schaller geführt wird. Auch zwei private Sicherheitsfirmen waren von der Durchsuchung betroffen. Wie aus dem Durchsuchungsbeschluss hervorgeht, ging es um die Sicherstellung von Dokumenten, in denen die Organisationsstruktur der Loveparade, Auftrags- sowie Personaldaten zu finden sind. Warum diese Sicherstellung erst so viele Wochen nach dem Unglück stattfand, bleibt offen.
Weiterhin will die Stadt Duisburg am 2. September endlich ihren internen Abschlussbericht zum Thema vorlegen und auch der Innenausschuss des NRW Landtags will sich an diesem Tag der Aufklärungsfrage widmen. Ob dann endlich klare Antworten zu erwarten sind?
RUHR.2010 doch mitverantwortlich?
Nach neuesten Medienberichten, die bereits von der Staatsanwaltschaft bestätigt wurden, sitzt nun auch die RUHR.2010 wieder mit im Boot. Mehrere Strafanzeigen im Bezug auf die Loveparade seien ins Besondere gegen die Geschäftsführung und damit gegen Fritz Pleitgen eingegangen. Für den Moment, kann dazu noch nichts Näheres gesagt werden, da erst geprüft werden muss, inwiefern diese Anzeigen den Tatsachen entsprechen. Ein Anzeichen dafür, dass die von Fritz Pleitgen beteuerte Unschuld an der Tragödie ein gekonntes Ausweichmanöver war, um sich der Verantwortung zu entziehen?
Nach Aussage von Oberstaatsanwalt Rolf Haferkamp gegenüber den Medien, wird nun auch geprüft, ob sich in der Verwaltung der RUHR.2010 ebenfalls ermittlungsrelevante Unterlage befinden könnten. Sollte dem so sein, werden auch Fritz Pleitgen und seine Angestellten nicht von einer Razzia verschont bleiben.
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