Das Leben und Schaffen des Künstlers wird anhand von Büchern, Photos, Dokumenten sowie Film- und Tonträgern nachgezeichnet. Eine besondere Kostbarkeit ist Zechs „Poesiealbum“ mit dem Titel „Gedenke mein“, in das er ab 1900 sowohl eigene als auch Werke anderer Autoren handschriftlich notiert hat.
Paul Zech wurde 1881 in Briesen/Westpreußen als Sohn eines Seilers geboren
Ab der Jahrhundertwende ging Zech seinen literarischen Neigungen nach, schrieb Naturlyrik und wurde als Buchrezensent freier Mitarbeiter der örtlichen Tageszeitungen. Auf Geheiß von Else Lasker-Schüler thematisierte er ab 1910 mit großem Erfolg seine Erlebnisse im Bergbau, ging 1912 nach Berlin und gehörte dort bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs zu den prominentesten Autoren Deutschlands.
Nach Kriegsende wurde ihm die höchste Auszeichnung der damaligen literarischen Welt zuteil, der Kleistpreis. 1919 avancierte er zum Leiter des Wahlkampfbüros der sozialdemokratischen Parteien. Zahlreiche prominente Verlage druckten seine Werke.
Kurator der Ausstellung „Und Stahl wird Zins und Kohle Wertpapier“ ist Dr. Alfred Hübner. Kooperationspartner der Schau sind das Fritz-Hüser-Institut für Literatur und Kultur der Arbeitswelt und die Stadt- und Landesbibliothek, zwei Dortmunder Institutionen, in denen sich der bedeutende Nachlass von Paul Zech befindet. Auch die Stadtbibliothek Wuppertal steuerte Leihgaben bei.
Das Bild zeigt Paul Zech.
pm/eRe
Hoesch-Museum,
Eberhardstraße 12,
Dortmund
Di, Mi von 13 bis 17 Uhr, Do von 9 bis 17 Uhr, So von 10 bis 17 Uhr.
Der Eintritt kostet 1,50 Euro, ermäßigt 0,75 Euro.