Auch in diesem Jahr setzt das Kulturbüro zusammen mit der LAG (Landesarbeitsgemeinschaft) Lokale Medienarbeit NRW seine beliebte Reihe mit filmkundlichen Seminaren fort. Am 16. September steht das Fortbildungsseminar unter dem Thema „Verfilmte Comicliteratur“. Angesprochen werden Lehrkräfte, Fachkräfte der Jugendarbeit, aber auch alle anderen Filminteressierten.
Die rasante Entwicklung der Special Effects-Technologie erweckt immer mehr amerikanische Superhelden auf der Leinwand zum Leben (Spider-Man, Batman usw). Comicverfilmungen aber gehen nicht nur auf Superhelden-Geschichten zurück. Auch die mittlerweile etablierten so genannten graphic novels haben es bereits zu Adaptionen gebracht (Road to Perdition von Sam Mendes, Sin City von Roberto Rodriguez). Als Mangas werden Comics japanischen Ursprungs bezeichnet. Mit diesem eigenen Begriff wird versucht, deren eigenständige Ästhetik und Erzählweise von anderen Comics europäischen oder amerikanischen Ursprungs abzugrenzen. Animes (die Verfilmungen von Mangas) adaptieren diese Geschichten mit einer ähnlichen expressiven Wucht und sind deshalb bei Schülern ebenso beliebt wie bei Lehrern gefürchtet.
„Dabei sind die – durchaus verwandten – Genres ‚Comic’ und ‚Film’ als eigenständige Kunstformen längst anerkannt“, erklärt Hans Werner Tata, der zusammen mit Arnold Hildebrandt von der LAG das Seminar leiten wird. Vielfältige Gründe also, sich mit Comicverfilmungen in der Schule oder in der Jugendarbeit analytisch auseinanderzusetzen. Als Fachreferent konnte der Medienpädagoge Stefan Stiletto aus Regensburg gewonnen werden.
Die Fortbildung gibt einen Überblick über die Vielfalt der Comicadaptionen, analysiert typische Bildästhetik, Erzählweisen und Genres sowie den Reiz, den diese Adaptionen vor allem für ein junges Publikum ausmachen. Zahlreiche Filmbeispiele werden dies illustrieren: Blockbuster ebenso wie Kultfilme und mit bedeutenden Filmpreisen ausgezeichnete Werke. Methodische Tipps für die medienpädagogische Arbeit im Unterricht oder in der außerschulischen Kinder- und Jugendarbeit ermöglichen eine Übertragung in die pädagogische Praxis.
Das Seminar läuft am 16. September von 10 bis 17 Uhr im Haus Witten. Weitere Informationen und Anmeldemöglichkeiten gibt es bei Hans Werner Tata im Kulturbüro unter der Rufnummer (02302) 581 2486 oder bei Arnold Hildebrandt bei der LAG Lokale Medienarbeit NRW e.V. unter der Rufnummer (0203) 4105810. Per E-Mail ist Arnold Hildebrandt unter hildebrandt@medienarbeit-nrw.de erreichbar. Online-Anmeldungen sind unter http://anmeldung.medienarbeit-nrw.de/form/show/9 möglich.
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