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Abschluss der Ruhrtriennale 2010: Erfolgreiche Bilanz im Kulturhauptstadtjahr

Besondere Ruhrtriennale im Kulturhauptstadtjahr ging zu Ende

 
Ruhrgebiet , Mo. 11.10.2010, Autor: voßnacke
 

Die Ruhrtriennale – das große Festival der Künste im Ruhrgebiet – war auch im zweiten Teil des Zyklus' 2009 bis 2011 ein voller Erfolg. Auch, wenn 10. Zuschauer weniger als im Vorjahr kamen, auch wenn der Tod von Christop Schlingensief einen schmerzlichen Einschnitt darstellte. Die Saison unter der Intendanz von Willy Decker ging am Wochenende mit der Lesung „Satanische Verse“ und dem Installationsprojekt „The Defenders“ des Choreografen William Forsythe ebenso spektakulär zu Ende, wie sie am 20. August mit der Uraufführung „Leila und Madschun“ begonnen hatte.

Verbindendes Thema aller Projekte, aller Regisseure, Schauspieler, Tänzer, Musiker, Dichter und bildenden Künstler waren erneut die „Urmomente“, die Verbindung von Kunst und Religion - diesmal mit speziellem Fokus auf den islamischen Kulturkreis. Unter dem Titel „Wanderung – Die Suche nach dem Weg“ entstand so im Jahr der Kulturhauptstadt RUHR.2010 wieder ein Programm von internationaler Bedeutung.

Die Triennale zeigte in sieben Wochen 33 Produktionen, darunter vier Ur- und sieben deutsche Erstaufführungen. Insgesamt waren in diesem Jahr 468 Künstler aus 42 Ländern bei der Ruhrtriennale zu erleben. Mehr als 40.000 Zuschauer besuchten die 124 Veranstaltungen und sorgten für eine Auslastung von 82 Prozent.

Tod Christoph Schlingensiefs überschattete Ruhrtriennale

Die rund 10.000 Zuschauer weniger als im Vorjahr begründeten die Veranstalter auch miit dem Tod Christoph Schlingensiefs. Dessen geplante Inszenierungen seien ersatzlos aus dem Programm gefallen.

Stahlwerke und Co avancierten zu besonderen Bühnen

Erneut gelang es der Ruhrtriennale auch ganz gemäß des Kulturhauptstadtjahres, ein neues Bild des Ruhrgebiets in die Welt zu senden: das vom gelungenen Strukturwandel! Immer wieder nämlich präsentierten sich alte Industrieanlagen, ehemalige Stahlwerke oder Maschinenhallen – von Bochum und Duisburg nach Essen und Gladbeck – zwischen Rost und rohen Wänden als Bühnen und Spielflächen der besonderen Art.

Die nächste Spielzeit ist für die Zeit vom 27. August bis 9. Oktober 2011 geplant.

-tv-

 

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