Interessante Begegnungen, ohne zu wissen, was einen erwartet, sind das Prinzip des Blind Date. Dazu braucht man ganz viel Neugier, ein bisschen Risikobereitschaft und den Wunsch, etwas Neues kennen zu lernen. Das will die Stadt auf eine ganz unverfängliche Art der Freizeitgestaltung übertragen. Unter dem Titel „Blind Date Kultur“ startet im Kulturhauptstadtjahr 2010 ein Projekt, das in Dinslaken Premiere hat.
Die Spielregeln sind so einfach wie uralt. Über Jahrhunderte hinweg hatten Hauskonzerte eine feste Tradition. Private Gastgeber luden ein, Künstler ihrer Zeit spielten auf, eine begrenzte Zahl von Zuschauern konnten ein ganz privates Konzert von höchster Qualität erleben, anschließend mit den Interpreten reden und sich mit den übrigen Besuchern austauschen. „Diese Tradition ist leider verloren gegangen. Wir wollen sie wieder beleben“, erklärt Thomas Pieperhoff, der am Programm für 2010 herumpuzzelt.
Gesucht werden fünf private Gastgeber, die im Kulturhauptstadtjahr 2010 ihre Wohnung zur Verfügung stellen. Ob Wohnzimmer, Atelier, Büro oder Werkstatt ist vollkommen egal. Pieperhoff: „Dreißig Zuschauer sollten jedenfalls Platz finden. Wir sorgen für die Künstler, die Gastgeber für die Atmosphäre.“ Ob klassischer Klavierabend, Ein-Personen-Theater oder Jazz, „Blind Date Kultur“ will Erlesenes für alle Geschmacksrichtungen ermöglichen. Interessierte Gastgeber können sich an das Kulturhauptstadtbüro der Stadt Dinslaken, Telefon 66-700, wenden.
-pst-