Der Niedergang von Kohle und Schwerindustrie hat das Duisburg und das Ruhrgebiet genauso getroffen wie die englischen Industriereviere. Den strukturellen Wandel hat Duisburg geschafft. Britische Kommunalpolitiker besuchten die Ruhrgebietsmetropole, um sich zu informieren.
Hochrangige Kommunalpolitiker und Praktiker aus der britischen Großregion Yorkshire und Humberside haben sich vor Ort über Duisburgs beispielhafte Praxis des Strukturwandels und insbesondere des Public-Private-Partnership-Ansatzes informiert. In Duisburg besichtigten sie nun den Logport, den Landschaftspark, den Innenhafen und die Moschee.
„Die Gespräche könnten den Weg ebnen für Strukturwandelprojekte im Rahmen von transeuropäischen EU-Förderprogrammen“, erklärte Robert Tonks vom Amt für Europaangelegenheiten. Die Delegation zeigte vor allem Interesse an den großen Projekten, die Duisburg in den vergangenen Jahren gestemmt hat und die auch für die Region Yorkshire-Humberside (drei Millionen Einwohner) beispielhaft sein könnten. Die Stahlstadt Sheffield, aber auch andere Industriestädte Mittelenglands haben Probleme mit verwaisten Produktionsstandorten, wie Duisburg sie im Innenhafen, beim Hüttenwerk Meiderich oder dem Krupp-Stahlwerk in Rheinhausen hatte. „Für uns war es wichtig zu verstehen, wie die Stadt Duisburg mit privaten Partnern und Fördermitteln diesen Wandel vorangetrieben hat“, erklärte Councillor Roger Stone, Stadtratsvorsitzender des Metropolitan Borough Rotherham, beim Besuch des Innenhafens. Auch die Intregration und das wirtschaftliche Engagement von Migranten spielt hier wie dort eine wichtige Rolle. Ebenso der Ausbau des Logistikstandortes.
-pst/pet-
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