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Fußball und Bier haben eine lange Tradition

BVB Ausstellung im Brauereimuseum

 
Freizeit und Kultur , Mi. 29.04.2009, Autor: Labatzki
 
Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Ballspielvereins Borussia Dortmund zeigt das Dortmunder Brauerei-Museum bis zum Jahresende 2009 die kleine Sonderschau „Der BVB 09 und die Dortmunder Brauereien“. Zu sehen gibt es alles, was das Bier und den Fußball verbindet und der Eintritt kostet weniger als ein kühles Blondes.

 
Die Besucher erwarten historische Fotodokumente aus der Zeit um 1900 bis in die Gegenwart, Plakate, Gläser und Krüge, die an die Erfolge des BVB erinnern, Bierdeckel, Etiketten und andere Werbemittel Dortmunder Brauereien. Die Exponate dokumentieren die gemeinsame Geschichte von Borussia Dortmund und der Dortmunder Brauwirtschaft. Ein Großteil von ihnen stammt aus dem Sportarchiv von Gerd Kolbe, zuletzt WM-Beauftragter der Stadt Dortmund, der die Schau mit dem Brauerei-Museum erarbeitet hat.

Der Fußball und die Bierbrauerei pflegen traditionell eine enge Beziehung. Das gilt in besonderem Maße für die Stadt Dortmund, deren Name durch den BVB und das Bier weit über die regionalen und nationalen Grenzen bekannt geworden ist. So stand eine Brauerei und nicht Preußen Pate, als die Gründer des Ballspielvereins am 19. Dezember 1909 den Namen Borussia wählten. Ein Werbeschild der Borussia-Brauerei im Gründungslokal „Zum Wildschütz“, vermutlich aber auch familiäre Verbindungen, inspirierten die Namenswahl.
Aus der Borussia-Brauerei Eduard Habich (seit Mitte der 1880er Jahre unter diesem Namen) an der Steigerstraße wurde 1902 die Hansa-Brauerei AG, heute Standort der Dortmunder Actien-Brauerei und des Brauerei-Museums.
Was 1909 mit der Taufe des Vereins begann, entwickelte sich zu einer häufig innigen, aber auch wechselvollen Beziehung zwischen dem BVB und den Dortmunder Brauereien. Dabei waren es zumeist persönliche Verbindungen, die das Verhältnis der Brauereien zum Verein prägten. Heinz Schwaben, von 1923 bis 1928 und nach dem 2. Weltkrieg Vorsitzender des BVB, verkörperte als erster diese besondere Partnerschaft. Er war Direktor bei der Union-Brauerei. Ihm folgten weitere Mitglieder der Geschäftsführung Dortmunder Brauereien im Vorstand des BVB. Sie und andere Fußballenthusiasten auf den Brauerei-Führungsetagen sorgten in den 1950er und 1960er Jahren dafür, dass zahlreiche Spieler der 1. Mannschaft einen Arbeitsplatz bei einer Brauerei erhielten. Die Brauereien gaben aber nicht nur Unterstützung, sie nutzten die Popularität des Vereins auch für die eigene Werbung. Seit den 1970er Jahren spielt das Sponsoring und damit die Werbung auf Trikots und im Stadion eine wachsende Rolle. Als 2001 eine sauerländische Brauerei Einzug im Westfalenstadion hielt, bedeutete dies den Tiefpunkt, aber nicht das Ende der Verbindung von Dortmunder Brauerei und BVB. Heute ist dieses Intermezzo vorbei, und mit Brinkhoff`s gehört wieder jene Brauerei zu den Sponsoren des BVB, die dem Verein seit den Tagen von Heinz Schwaben besonders nahe stand.

Öffnungszeiten des Brauerei-Museums, Steigerstraße 16, Dortmund: Di, Mi, Fr, So von 10 bis 17 Uhr, Do von 10 bis 20 Uhr, Sa von 12 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet 1,50 Euro, ermäßigt 0,75 Euro.
pm/eRe


 

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