Die Staatsanwaltschaft dürchkämmte stapelweise Akten, studierte Videos und Fotomaterial und befragte rund 2200 Menschen. Aus Ermittlungen „gegen Unbekannt“ werden jetzt – fast ein halbes Jahr nach der Duisburger Loveparade-Tragödie – 16 konkrete Ermittlungsverfahren aufgrund des Verdachts der fahrlässigen Tötung und Körperverletzung.
Wie bedrohlich und akut die Lage in Sachen Terrorgefahr in Deutschland wirklich ist, können wohl nur die Wenigsten abschätzen. Doch spätestens die ebenso eindringlichen wie konkreten Warnungen des Bundesinnenministers lassen aufhorchen: Könnte auch das Ruhrgebiet in den nächsten Wochen Ziel potenzieller Anschläge werden? Die Beunruhigung in der Bevölkerung ist groß.
Auf der verzweifelten Suche nach Möglichkeiten, die klamme Finanzlage der Kommunen zu mildern, ist der Kreativität offenbar keine Grenze gesetzt. Essen will nun als erste Stadt Deutschlands eine neue Quelle anzapfen – und die Bräunungssteuer einführen. Offiziell aufgrund der gesundheitlichen Gefahren. Aber natürlich vor allem auch, um das Stadtsäckel zu füllen. Zahlreiche andere Kommunen könnten nachziehen.
Die Jagd nach den Schuldigen der Duisburger Katastrophe bei der Loveparade am 24. Juli nimmt immer abstrusere Formen an: Statt einer konstruktiven Aufarbeitung der Geschehnisse, die endlich Antworten auf die entscheidende Frage „Wie konnte das nur passieren?“ liefert, schieben sich die Verantwortlichen gegenseitig den schwarzen Peter zu – und weisen jede Schuld nach wie vor weit von sich.
Kalkül à la OB Sauerland? Zur Abwahl bereit erklärt man sich besonders gerne, wenn man weiß, dass diese ohnehin nicht in die Tat umgesetzt wird. Alles sieht danach aus, dass ein Abwahlverfahren nach dem Duisburger Loveparade-Unglück am Widerstand der CDU – und Grünen - im Stadtrat scheitert. Zum Rücktritt scheint Adolf Sauerland weiterhin nicht bereit. Unterdessen tagt heute der Innenausschuss des Landtags in einer Sondersitzung zum Thema Loveparade.
Am Montag stürmte der Verfassungsschutz in Folge eines Verbotes des Innenministeriums zahlreiche Einrichtungen der „Internationalen Humanitären Hilfsorganisation“ in Duisburg, Köln und dem Rhein-Erft-Kreis sowie in Hessen und Hamburg. Die Razzien wurden mit der Begründung durchgeführt, dass die IHH Spendengelder zur Unterstützung der Hamas im Gazastreifen verwendet haben soll.
Bald werden sich die Bürger auf den Straßen des Reviers umgucken – und sich an runderneuerte Outfits der Polizei gewöhnen müssen. Blau ist die neue Uniform-Farbe der Ordnungshüter und '“sehr chic“ lautet das erste Urteil. Doch im Vordergrund steht natürlich die Funktionalität.
Die Debatte um die Aufnahme von Guantánamo-Häftlingen scheint Chancen zu haben, im NRW-Landtagswahlkampf eine gehörige Rolle zu spielen. Die Bundesregierung prüft derzeit, Ex-Insassen aus dem US-Gefangenenlager, das aufgelöst werden soll, Aufenthalt in Deutschland zu gewähren – unter anderem auch in Nordrhein-Westfalen.
Die zunächst noch vagen Ankündigungen von Warnstreiks des Öffentlichen Dienstes nehmen konkrete Formen an. Die Gewerkschaft Ver.di lässt am morgigen Donnerstag bundesweit Busse und Bahnen des Nahverkehrs komplett stillstehen. Auch im Revier werden ÖPNV, Kitas und Behörden ganztags Opfer des Protestes.
Aufatmen in Essen! Nach den Terrorwarnungen und -entwarnungen in Duisburg und Düsseldorf, schien es am Vormittag die Kulturhauptstadt zu treffen: Mitten im Essener Zentrum am belebten Bahnhof Porscheplatz herrschte seit 11.30 Uhr Terroralarm und Komplettsperrung! Ursache: Erneut ein verdächtiges Päckchen.