Die SPD – sie schien lange Zeit so zum Ruhrgebiet zu gehören wie Kohle, Zechen und Bergwerke. Hier war eine der unumstrittenen Hochburgen, die vielzitierte „Herzkammer der Sozialdemokratie“.
Lange galten sie als kommunales Experiment, letztes Jahr wurden sie in Gemeinden mit über 5000 Einwohnern ohne deutschen Pass zur Vorschrift: die Integrationsräte. Am Sonntag sind über 1 Million Migranten in Nordrhein-Westfalen aufgerufen, ihre Interessenvertretung zu wählen.
Lange galten sie als kommunales Experiment, letztes Jahr wurden sie in Gemeinden mit über 5000 Einwohnern ohne deutschen Pass zur Vorschrift: die Integrationsräte. Am Sonntag sind über 1 Million Migranten in Nordrhein-Westfalen aufgerufen, ihre Interessenvertretung zu wählen.
Nun also doch. Montagabend gab Dortmunds bisheriger Oberbürgermeister Ulrich Sierau (SPD) seine Amtsgeschäfte ab. Sozialdezernent Siegfried Pogadl wird das Amt erstmal übernehmen. Sierau wird wieder den Dienst als Beigeordneter für Planung, Städtebau und Infrastruktur aufnehmen.
Das OK von Dortmunds Oberbürgermeister Sierau kam bereits letzte Woche. Jetzt tagte der Wahlprüfungsausschuss des Rates zu der Frage einer Kommunalwahlwiederholung. Am Ende war die Empfehlung dafür eindeutig, auch wenn ausgerechnet die SPD-Fraktion sich lange quer stellte.
Das Ruhrgebiet hat gewählt. Rund 5,4 Millionen Revierbürger waren aufgerufen, um bei der Kommunalwahl in NRW von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen. Die Wahlbeteiligung in NRW lag insgesamt nur bei 52%, das ist der geringste Wert seit Bestehen des Landes Nordrhein-Westfalen. Sieger waren vor allem die kleinen Parteien. Die SPD feiert bei den Kommunalwahlen in NRW Erfolge in den wichtigsten Großstädten. Die CDU bleibt landesweit vorn.
Am 18. Januar fiel der Startschuss in Hessen. Im Superwahljahr 2009 jagt eine Wahl die nächste. Fünf Landtagswahlen, eine Europa- und jede Menge Kommunalwahlen und nicht zu vergessen die Bundestagswahl am 27. September. Ein spannendes Wahljahr auch für die Bürger im Revier.
Deutschland startet in diesem Jahr in ein Superwahljahr. Bundestagswahl, Europawahl, Bundespräsidentenwahl, fünf Landtagswahlen und acht Kommunalwahlen. Hier ist politisches Wahl-Engagement gefragt. Die Stadt Oberhausen fängt hier bei den Jungwählern an.
Gleich vier Wahlen in einem Jahr. Das bedeutet viel Arbeit für den städtischen Bereich Statistik und Wahlen. Deshalb sucht er frühzeitig nach Wahlhelfern. Für das ehrenamtliche Engagement wird ein sogenanntes "Erfrischungsgeld" von 45 Euro gezahlt. Den Auftakt des Wahljahres macht die Kommunalwahl im Juni.