Es kam in den vergangenen Wochen knüppeldick für den gebeutelten Traditionsverein Rot-Weiss Essen. Dass es nicht noch schlimmer kommt, steht nun fest: RWE darf von der NRW-Liga aus einen Neuanfang starten und hat damit gute Chancen auf ein gesichertes Insolvenzverfahren – und eine bessere Zukunft.
Auch Essen muss, wie so viele Ruhrgebietsstädte derzeit, Pläne schmieden, um sich vor einer drohenden Verschuldung zu schützen. Nun fallen die Entscheidungen über das neue Sparpaket und die Zukunft einiger, für die Stadt sehr wichtigen Standorte. Betroffen ist auch der Neubau des Stadions für den Traditionsverein Rot-Weiß-Essen.
Hoffen, Bangen, Kämpfen – und am Ende doch die Hiobsbotschaft für alle Fans des Revier-Traditionsclubs Rot-Weiß Essen: Die Regionalliga-Lizenz ist futsch, die Vereinsführung beantragt die Insolvenz. Am Ende brachte ein Defizit von 2,2 Millionen Euro den K.O für den Heimatverein vieler Fußballlegenden wie Helmut Rahn, Willi „Ente“ Lippens, Horst Hrubesch oder Manfred Burgsmüller.
Endlich einmal wieder positive Schlagzeilen für den gebeutelten Traditionsclub Rot-Weiß Essen: Nach dem erkämpften 3:2-Sieg gegen den Wuppertal SV steht RWE im Finale des Niederrheinliga-Pokals. Dort geht es im Derby-Klassiker gegen Schwarz-Weiß Essen und der Gewinner zieht in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals ein.
Es war das Wochenende der Entscheidung für den VfL Bochum und alles ging schief, was nur schiefgehen konnte: Am Ende war der direkte Abstieg besiegelt. Schalke 04 hat sich hingegen den Vizemeister-Titel gesichert und der BVB Platz 5. Abseits des runden Leders geriet das Revier in „Eishockey-Fieber“: Eishockey-WM, tolle Eröffnungs-Show „auf Schalke“ und dazu noch ein überraschender Triumph.
Wieder einmal Ärger in der unendlichen Geschichte um Rot-Weiß Essens Finanzlage und den Stadionbau: Diesmal jeodch herrscht Alarmstufe Rot! Pünktlich vor einer wichtigen Etatrede von Essens OB Reinhard Paß wurde bekannt, dass an der Hafenstraße völlig überraschend 2,3 Millionen Euro fehlen, Lizenz und Stadionbau damit wackeln. Der OB kündigte prompt an, dass die Stadt fortan nicht mehr ihre schützende Hand über RWE halten kann und will.