Die Wirtschaftskrise ist überstanden? In Dortmund gibt es nach wie vor Grund zur Sorge – und momentan erst recht: Autozulieferer Continental kündigt einen massiven Stellenabbau an und auch IKEAs IT- und Logistikbereich könnte der Revierstadt bald den Rücken kehren. Zwei herbe Schläge für den Wirtschaftsstandort Dortmund.
Die Wirtschaft an Rhein und Ruhr klettert langsam aber sicher aus der Talsohle der Wirtschaftskrise: Zwar hat der durchschnittliche Bruttolohn in Deutschland – nicht zuletzt aufgrund der großflächigen Kurzarbeit – erstmals seit 1949 ein Minus zu verzeichnen. Aber jetzt sinken die Anmeldungen von Kurzarbeit in vielen Branchen der NRW-Industrie immer deutlicher. Ein Licht am Ende des Krisentunnels.
Quasi über Nacht beendeten Arbeitgeber und Gewerkschaften die Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie. In Düsseldorf einigten sich die Parteien auf einen neuen Tarifvertrag mit einer Laufzeit von 23 Monaten. Die Verhandlungen wurden aufgrund der Konjunkturkrise vorgezogen.
Klappe, die zweite: Die nächste Tarifverhandlung für die 700.000 Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen steht an. Vor einer Woche wurden die Verhandlungen noch ergebnislos abgebrochen. Nun soll der Durchbruch erzielt werden. Das Beschäftigungspaket hat das Ziel, vorrangig Arbeitsplätze zu sichern.
Es scheint in NRW nicht nur die Hochsaison des Karneval, sondern auch der Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und Arbeitgebern. Gestern fand in Düsseldorf die vorgezogene Tarifrunde der IG Metall statt und wurde ergebnislos vertagt. Auch Ver.di startet einen neuen Versuch der Einigung.
Eine bundesweit bisher einmalige Vereinbarung zwischen der IG-Metall und den Arbeitgeberverbänden „Arbeitgeber Ruhr“ erlaubt künftig den Arbeitertausch im Revier. Die Metall- und Elektrobetriebe im Ruhrgebiet wollen künftig untereinander Mitarbeiter verleihen. So können Unternehmen mit Auftragsflaute zukünftig ihre Mitarbeiter Unternehmen anbieten, in denen Arbeit anfällt.
In Insiderkreisen wurde schon lange darüber gemunkelt, dass GM den Verkauf von Opel wieder absagen könnte, um Opel selber zu sanieren. Jetzt ist es amtlich. Der Verkauf von Opel ist geplatzt. Die Entscheidung fiel gestern Abend auf der Verwaltungsratssitzung von GM in Detroit.
Vom 14. bis 31. Juli 2009 kann im "junge museum" Bottrop jeder Interessierte in unterschiedliche künstlerische Sparten hineinschnuppern, Etwas ausprobieren, sehen und wahrnehmen lernen, Gelerntes vertiefen und sich Zeit nehmen für das Entdecken von Neuem. Zum zweiten Mal lädt das Team des "junge museum" zur Sommerakademie ein.