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Infrarot-Wärmebilder helfen Hausbesitzern Heizkosten zu senken

Das blaue Haus

 
Freizeit und Kultur , Do. 20.11.2008, Autor: Stephanie Weltmann
 
Wo verliert mein Haus oder meine Wohnung bloß die ganze Wärmeenergie? Diese Frage stellen sich viele, wenn die Heizkostenrechnung ins Haus flattert. Eine Antwort kann die Infrarot-Gebäudethermografie mit Hilfe einer Wärmebildkamera geben. An Winterabenden machen Infrarotbilder sichtbar, wo die teuer erzeugte Wärme aus dem Haus entweicht und wirkungslos verpufft.
 
 
Auf den mit einer Wärmebildkamera aufgenommenen Bildern sieht ein Haus etwas anders als gewohnt aus. Durch unzulängliche Dämmung erstrahlen besonders warme Flächen an den Außenwänden oder undichte Fenster- und Türrahmen, durch die warme Luft entweicht, auf „Wärmebildern“ in tiefem Dunkelrot. „Da verraten 'rote Quadrate' auf vermeintlich gut isolierten Wänden tatsächlich nur ungenügend gedämmte Heizkörpernischen, durch die ein großer Teil der im Haus erzeugten Wärme verloren geht“, erfährt man von Michael Busch, Energieberater der Verbraucherzentrale NRW.

Heizkosten sparen mit Thermografie

In Kooperation mit der Stadt Gelsenkirchen und der Bezirksgruppe Gelsenkirchen des Bundes deutscher Baumeister stellt die Verbraucherzentrale NRW ein Gesamtpaket für Hausbesitzer bereit. Darin werden Thermografie und Energieberatung miteinander verbunden. „Beide Bereiche gehören eng zusammen und das richtige „Lesen“ eines Infrarotbildes erfordert schon einige Erfahrung“, sagt auch Uwe Behrendt vom Referat Umwelt der Stadt Gelsenkirchen. „Wir raten Haus- und Wohnungseigentümern dazu, sich die Infrarotbilder von kompetenter und unabhängiger Seite erläutern zu lassen.“

Die Verbraucherzentrale ist dabei der geeignete Partner. Die Energieberater/innen helfen bei der Interpretation der Wärmebilder, decken vor Ort Energieschlupflöcher auf und unterstützen die Planung von sinnvollen Energiesparmaßnahmen. „Wer auf der Grundlage dieser Informationen sein Gebäude winterfest macht, kann den Heizkostenrechnungen zukünftig wesentlich gelassener entgegensehen“, so Behrendt.

Möglichst blau sollte es sein

Aber warum „Blaues Haus“? Nun, blaue Flächen auf den Bildern der Infrarotkamera signalisieren kalte, also gut isolierte äußere Hausfassaden, Fenster und Türen. Ein möglichst „Blaues Haus“ im Wärmebild ist also das anvisierte Ziel. Blau anstreichen, so der Energieberater der Verbraucherzentrale augenzwinkernd, ist aber in diesem Fall keine Lösung.

Teilnahme an Thermografie und Energieberatung: 180 Euro.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Informationen und Anmeldung unter der Info-Hotline der Verbraucherzentrale NRW 0180-111 5 999 (3,9 Cent/Minute, Mobilfunkpreise abweichend) oder unter www.sanit.vz-nrw.de, bei Herrn Markus Gebhardt, Sachverständiger Architekt vom Bund deutscher Baumeister in Gelsenkirchen 0209/3188991 (info@be-wertarbeit.de) sowie im Umweltreferat der Stadt Gelsenkirchen 0209/169 - 4600 und - 4584.
 

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