VfL Osnabrück – Borussia Dortmun 3:2 (2:0)
Flutlicht an, Adrenalin rauf – die Bremer Brücke hat ihr nächstes Opfer gefunden. Der Hexenkessel des VfL Osnabrück machte mal wieder seinem Namen alle Ehre und schluckte mit Borussia Dortmund ein weiteres Opfer in der Pokal-Geschichte des Vereins. Dabei hatte der BVB das Spiel über weite Strecken im Griff. Bis zum gegnerischen Sechzehner gefielen die Borussen mit gelungenen Kombinationen, in Tornähe agierten sie aber zu ideenlos. Das 1:0 (37.) für den VfL fiel dann wie aus dem Nichts – nach einem Einwurf haute Barletta mit einem Fallrückzieher den Ball in das Dortmunder Gehäuse. Auch das 2:0 (42.) fiel eher überraschend. Wiederum Barletta vollendete nach einer Ecke per Kopf.
Borussia Dortmund spielte nach der Pause noch offensiver und die Niedersachsen versuchten die entstehenden Lücken für den finalen Genickschlag zu nutzen, so dass sich ein munteres Spiel entwickelte. Sahin brachte mit seinem Anschlusstreffer in der 55. Minute die Hoffnung zurück, in der Folge drückten die Schwarz-Gelben vehement auf den Ausgleich. Nach einer guten Stunde scheiterte Lucas Barrios mit einem Seitfallzieher am Pfosten.
In der größten Drangphase des BVB setzte der VfL Osnabrück den nächsten Nadelstich. Siegert schloss einen Konter zum 3:1 (69.) ab. Die Osnabrücker setzten ab diesem Zeitpunkt voll auf Verteidigung und hielten die Dortmunder auch weitestgehend von ihrem Tor fern. Erst in der Nachspielzeit der regulären Spielzeit nagelten die Gäste die Niedersachsen im eigenen Sechzehner fest. Gleich drei riesen Möglichkeiten hatte der BVB nach den abgelaufenen 90 Minuten. Doch zu mehr als dem 3:2 (90. + 6) durch Barrios reichte es nicht mehr.
Der VfL Osnabrück zieht ins DFB-Pokal-Viertelfinale ein. Die enttäuschten Dortmunder, die nach dem Spiel harsche Selbstkritik übten, müssen nicht all zu hart mit sich ins Gericht gehen. An diesem Abend fehlte das Glück, an Einsatz hat es aber nicht gemangelt. Und der BVB ist wahrlich nicht der erste, und bestimmt auch nicht der letzte Favorit, der der Atmosphäre an der Bremer Brücker erliegt.
FC Augsburg – MSV Duisburg 5:0 (1:0)
Der Auftriit des MSV beim Ligarivalen FC Augsburg fällt in die Kategorie Seuchenspiel. Mit der Empfehlung von zehn Pflichtspielen ohne Niederlage, traten die Augsburger von Anfang an Dominant auf und schnürten die Zebras meist in der eigenen Hälfte ein. Duisburg verlegte sich aufs Kontern, unterließ aber selbst dies in der ersten Hälfte beinahe gänzlich. Mit dem Pausenpfiff viel dann das verdiente 1:0 für die Hausherren. Ausgerechnet MSV-Stürmer Larsen nickte den Ball nach einer Ecke ins eigene Tor.
Nach der Halbzeit ging die Pannenserie des MSV weiter. Erst nutzte Thurk die ihm freundlich gewährten Freiräume im gegnerischen Sechzehner zum 2:0 (46.), dann sah Caiuby nach einem harten Einsteigen zu Recht die Rote Karte. Das wars dann endgültig für den MSV. In der Folge durften die Augsburger noch dreimal Jubeln. Möhrle (55.), Torghelle (74.) und Ndjeng (76.) hatten leichtes Spiel und machten das Debakel perfekt.
Nach dem Ausscheiden der beiden Revierclubs hält nur noch Schalke 04 die Ruhrgebietsfahne hoch. Die Knappen müssen heute bei dem kriselnden Zweitligisten 1860 München ran.
-sos-
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