Startseite/ Mit Kundgebung und Friedensfest gegen rechtsextreme Demonstration in Dortmund
Merkliste (0)Dortmund hat keine Lust auf Nazis. Das wird klar, wenn man sich all die Pläne und Aufrufe zur Gegenwehr – natürlich mit friedlichen Mitteln – in den letzten Tagen anschaut. Und doch ist die Demonstration der Rechtsextremisten durch die Polizei erlaubt und gut geschützt. Ausgerechnet durch die Nordstadt wollen sie ziehen, um ihre Gesinnung kund zu tun – ausgerechnet durch das Viertel mit der höchsten Quote an Menschen mit Migrationshintergrund in ganz Dortmund.
Seit Wochen ist klar, der Aufmarsch von Rechtsextremen in Dortmund am 4. September ist genehmigt und findet statt. Bereits am vergangenen Montag zogen „Nazis“ durch die Stadt, um für ihren großen Marsch die Werbetrommel zu rühren. Meinungsfreiheit hin oder her – wie kann das erlaubt sein? Das fragen sich auch die Stadt Dortmund sowie zahlreiche Parteien, Gruppen und Vereine, die nun zur friedlichen Gegenwehr aufrufen.
Mitten durch die Nordstadt
Der Weg der Rechtsextremen führt mitten durch die Dortmunder Nordstadt. Einen Weg, der aus reiner Vernunft nicht genehmigt werden sollte, stellt er sich doch als offene Provokation dar. In der Nordstadt wohnen Menschen aus 132 verschiedenen Herkunftsländern - meistens - sehr friedlich miteinander. Einen demonstrierenden Mob, dessen Hauptanliegen ein „Ausländerfreies“ Deutschland ist, wenn überhaupt, dann auch noch durch eben diese Gegend ziehen zu lassen, grenzt an Irrsinn.
Doch das lässt die Stadt nicht auf sich sitzen. Parteien, Vereine, Gruppen und allen voran Oberbürgermeister Ullrich Sierau rufen alle Bürger der Stadt, sowie der Umgebung auf, sich am friedlichen Protest gegen den Naziaufmarsch zu beteiligen. Neben Kundgebungen am Nordmarkt und einer Mahnwache an der Gedenkstelle Steinwache, wird es, ebenfalls als Zeichen gegen Rechts, das Friedensfest am Wilhelmsplatz in Dortmund-Dorstfeld geben.
Bunt statt braun
Hier heißt das Motto „bunt statt braun“ und mit einem umfangreichen Musikprogramm ab 18:00 Uhr wird hier Ärger in Kreativität umgewandelt. Als Hauptact ist NDW-Star Purple Schulz angekündigt, welcher in den 80er Jahren mit Hits wie „Verliebte Jungs“ und „Kleine Seen“ bekannt wurde. Außerdem werden auch die „German Tenors“ auftreten, deren Mitglied Johannes Groß selbst Dortmunder ist. Bis 23 Uhr wird dann die Newcomerband „Stranded“ die Bühne am Wilhelmsplatz rocken.
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