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Duisburg bewirbt sich um Modellprojekt SimplyCity

Duisburg bewirbt sich um Modellprojekt SimplyCity

 
Freizeit und Kultur , Do. 18.12.2008, Autor: petrag
 
Mehr Lebensqualität und mehr Verkehrssicherheit sind die Ziele des Modellprojekts SimplyCity, was soviel heißt wie die einfache Stadt. Das Ministerium für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen schreibt dieses Modellprojekt aus und sucht Kommunen, die ihre Plätze, Straßen und Verkehrssysteme grundlegend vereinfachen wollen. Die Stadt Duisburg bewirbt sich mit dem Ortsteil Beeckerwerth um Teilnahme an diesem Modellprojekt.
Grafik: Stadt Duisburg
Grafik: Stadt Duisburg
 
„Beeckerwerth stellt mit seiner Größe und den alten Zechensiedlungen einen typischen Ortsteil für Duisburg und sogar fürs ganze Ruhrgebiet dar“, sagt Christoph Hölters, Abteilungsleiter Stadtplanung der Stadt Duisburg. Der im Volksmund „Schwanenplatz“ genannte Bereich Haus-Knipp-Straße/Ahrstraße bietet für das Modellvorhaben eine Menge Ansatzpunkte. Hier befindet sich das Zentrum des Ortsteils mit Kirche, Läden, Post, Sparkasse und Gastwirtschaft. In der Nachkriegszeit orientierte sich der Umbau der Stadt vorrangig an den Bedürfnissen des Autoverkehrs. Der frühere Treffpunkt und Ortsteilplatz ist durch die Verkehrskreuzung in den Hintergrund getreten. „Sowohl bei den Bürgern als auch bei den Bezirksvertretungen besteht eine große Offenheit, überflüssige Verkehrsregelungen abzubauen und mehr Gleichberechtigung der Verkehrsteilnehmer einzufordern“, so Hölters weiter.

Hier können Erkenntnisse gewonnen werden, die auf viele andere Bereiche in der Stadt übertragen werden können. Die „Entrümpelung“ des Schilderwaldes, aber auch der Rückbau überflüssiger Einbauten sind nur einige der Möglichkeiten, Plätze attraktiver zu machen. Den öffentlichen Raum den Bürgerinnen und Bürgern wieder zur Nutzung zur Verfügung zu stellen, ist ein wesentliches Anliegen dieses Vorhabens. Aus den eingereichten Bewerbungen wird das Land zwei Projekte auswählen. Eine Finanzierung der Planung durch ein Fachbüro und 100.000 Euro für eine Umsetzung von Maßnahmen winken dann den Teilnehmen des Modellprojektes. Der Stadt Duisburg würden bei einer Umsetzung so keinerlei Kosten entstehen.
-pst-
 

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