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Duisburg und die Dressler-These: Stadtteile abreißen als neues Stadtentwicklungskonzept?

Duisburg und die Dressler-These: Stadtteile abreißen als neues Stadtentwicklungskonzept?

 
Duisburg , Mo. 10.01.2011, Autor: voßnacke
 

Wie kann man das Ruhrgebiet und seine Städte lebenswerter machen? Wie können sich die Revierkommunen für die Zukunft wappnen? Drängende Fragen – Duisburgs Planungsdezernent Jürgen Dressler hat eine Antwort: „Wir müssen ganze Stadtteile abreißen“, schlug er jetzt offenbar für seine Stadt beim Neujahrsempfang der SPD in Duisburg vor.
 

Wenn eine Stadtbevölkerung schrumpfe, dann müsse die Stadt selbst ebenfalls schrumpfen – so der Tenor des streitbaren Planungsdezernenten aus Duisburg mit Blick darauf, dass Duisburgs Infrastruktur für rund 600.000 Menschen angelegt sei, die derzeitige Bevölkerungsentwicklung aber gen 400.000 tendiere.

Logische Folge dieses Missverhältnisses: Massive Wohnungsleerstände und enorme Kosten, die eine sinkende Zahl von Bürgern aufbringen muss. Um dies aufzulösen, helfe es nur zu differenzieren in Stadtteile, die man fördern will und solche, die man aufgibt – und abreißt!

Dressler: Gutgemeinter Ratschlag oder Nonsens?

Ein gutgemeinter Ratschlag des seit 1995 Verantwortlichen für Stadtentwicklung in der Revierstadt oder eine der vielen provokanten Ansichten eines Mannes, der schon den sommerlichen Rentenbeginn im Blick hat?

Fest steht, dass sich Dressler in der Kernzone dessen bewegt, worüber sich Stadtentwickler in den vergangenen Jahren den Kopf zerbrechen. Wie können die Ruhgebiets-Städte dem demographischen Wandel begegnen, wie damit umgehen, dass ihre Einwohnerzahlen sinken? Aufzuhalten ist beides nicht! Also gilt es, die Strukturen der Stadt an die neuen Gegebenheiten anzupassen.

Wohnungsleerstände im Ruhrgebiet ein großes Problem...

Dressler also will nun am Liebsten die Bagger anrollen lassen. Wahr ist: Wohnungsleerstand und teilweise heruntergekommene Immobilien und Grundstücke, die vor sich hin vegetieren, gibt es nicht nur in Duisburg genug. Warum nicht aus ihnen attraktive Neubauten machen, warum nicht grüne Lungen schaffen, die die Stadt als Ganzes aufwerten und die Wohnqualität erhöhen?

Wahr ist aber auch, dass ganze Stadtteile natürlich nicht – mir nichts, dir nichts – aufgegeben werden können und dürfen. Wo wird die Grenze gezogen? Was ist lohnens- und erhaltenswerte Bausubstanz? Und kosten wird den Bürger am Ende jede dieser Alternativen...

Meinungsfreudiger Dressler hinlänglich bekannt...

Jürgen Dressler jedenfalls ist hinlänglich bekannt für seine provokanten Thesen, aber auch klaren Meinungen: Mal forderte er ganze türkische Stadtteile, mal war er aber auch einer der Ersten, der der Loveparade-Katastrophe von Duisburg das Krisenmanagement der Stadt und seinen „Chef“ OB Adolf Sauerland attackierte.

-tv-

 

 

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