Quasi über Nacht beendeten Arbeitgeber und Gewerkschaften die Tarifverhandlungen in der Metall- und Elektroindustrie. In Düsseldorf einigten sich die Parteien auf einen neuen Tarifvertrag mit einer Laufzeit von 23 Monaten. Die Verhandlungen wurden aufgrund der Konjunkturkrise vorgezogen.
Die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie erhalten für das Jahr 2010 eine Einmalzahlung von 320 Euro. Zum 1. April 2011 werden die Entgelte dann um 2,7 Prozent angehoben. Dies gaben die Verhandlungspartner nach einer langen Nachtsitzung in Düsseldorf bekannt. Weiterhin schlossen Arbeitgeber und Gewerkschaften einen Beschäftigungspakt, der den rund 700.000 Beschäftigten eine Anstellung bis Mitte 2012 verspricht. Hierfür strebt man eine Verlängerung der staatlich garantierten Kurzarbeit an. Kündigungsschutz und eine Verkürzung der Arbeitszeit sollen ebenso zur Einhaltung des Zieles führen.
Die IG Metall ging erstmals in ihrer Nachkriegsgeschichte ohne eine konkrete Lohnforderung in die Verhandlungen. Sie verlangte mindestens die Sicherung der Reallöhne, während die Arbeitgeber auf eine Nullrunde aus waren. Der nun erzielte Abschluss soll nach Möglichkeit auf die deutschlandweit rund 3,4 Millionen Beschäftigten der Branche ausgeweitet werden.
-pm/ sos-
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