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Feuerwehren leisteten wichtigen Beitrag

Ennepe-Ruhr-Kreis feuersicher

 
Freizeit und Kultur , Ennepe-Ruhr-Kreis , Fr. 08.05.2009, Autor: Eva Rendl
 
Für den Bürger ist es selbstverständlich, dass im Falle eines Falles die Feuerwehr auch zu noch so unschönen Uhrzeiten in Windeseile angebraust kommt. Auch für die Feuerwehr ist dies selbstredend eine Selbstverständlichkeit, doch als Profi weiß man wie viel Arbeit und Übung dahinter steckt. Da ist es doch sehr gut zu hören, dass im Ennepe-Ruhr-Kreis gerade eine positive Bilanz gezogen worden ist und für die Zukunft noch mehr geplant wird.

 
„Die rund 2.500 aktiven Mitglieder der acht freiwilligen Feuerwehren, die hauptamtlichen Kräfte in den Wachen und bei der Berufsfeuerwehr sind neben dem Rettungsdienst, der Polizei und den Mitarbeitern der Ordnungsämter die Garanten dafür, dass die Menschen im Ennepe-Ruhr-Kreis sicher leben. Die Menschen können sich darauf verlassen, dass ihnen im Falle eines Falles zu jeder Tages- und Nachtzeit professionell geholfen wird.“ Dieses Fazit zog Landrat Dr. Arnim Brux nach einem Gespräch mit Bezirksbrandmeister Hartmut Ziebs, Kreisbrandmeister Rolf-Erich Rehm und dem stellvertretenden Kreisbrandmeister Christian Zittlau im Schwelmer Kreishaus.
Gemeinsam mit Michael Schäfer, Fachbereichsleiter für Ordnung und Straßenverkehr der Kreisverwaltung, diskutierten sie über eine Vielzahl von Themen. Die Palette reichte von der Ausbildung von Feuerwehrkräften über die Nachwuchsförderung bis zur Zusammenarbeit zwischen Feuerwehren und Polizei. Brux erinnerte zudem an die Investitionen, die der Kreis in den letzten Jahren im Bereich Bevölkerungsschutz getätigt hat. Beispielhaft nannte er die Leitstelle für den Rettungsdienst im Schwelmer Kreishaus sowie die neue Kreisfeuerwehrzentrale und das Brandschutzübungshaus in Gevelsberg.

Kritisch beurteilten die Gesprächsteilnehmer den von der der „Bundesanstalt für den Digitalfunk für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben“ angekündigten neuen Zeitplan für die Einführung des Digitalfunks für Rettungskräfte. Der bundesweite Ausbau des neuen Netzes soll danach erst 2012 abgeschlossen sein. „Ursprünglich sollte die neue Technik, die Abhörsicherheit und bessere Erreichbarkeit bietet, bereits 2006 eingesetzt werden können“, machte Rehm deutlich. Wie es mit dem Digitalfunk im Ennepe-Ruhr-Kreis weitergeht, soll in der nächsten Woche bei einer Gesprächsrunde mit Vertretern des nordrhein-westfälischen Innenministeriums geklärt werden. „Wir halten weitere Verzögerungen für nicht wünschenswert. Welches Gewicht das Thema für uns hat, zeigt unter anderem die Tatsache, dass im Kreishaushalt 2009 2,5 Millionen Euro für den Digitalfunk eingeplant sind“, brachte Brux die Sichtweise der Wehren und des Kreises auf den Punkt.

„Neben dem Gedankenaustausch, der in dieser Form auf Initiative des Landrats Premiere hatte, haben wir auch auf wichtige Projekte hingewiesen, die in nächster Zeit angegangen werden sollen“, zeigte sich Rehm zufrieden. So entwickelt der Kreisfeuerwehrverband in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Feuerwehrverband ein Konzept, um der ausländischen Bevölkerung das Ehrenamt „Freiwillige Feuerwehr“ zu vermitteln und diese dafür zu begeistern. Ähnliche Aktivitäten sind geplant, um neue Wege im Bereich der Ausbildung für den Beruf zum Feuerwehrmann zu öffnen. Lösungsansätze sollen auch für die Freistellung von freiwilligen Feuerwehrkräften für Einsätze während ihrer Arbeitszeit gesucht werden. „Dies stellt sich leider immer wieder als Problem dar“, machte Ziebs deutlich. Brux begrüßte die Aktivitäten und kündigte an, dass der Ennepe-Ruhr-Kreis diese im Rahmen seiner Möglichkeiten und im Interesse der Sicherheit der Bürger unterstützen und sich gegebenenfalls beteiligen werde. Die Teilnehmer vereinbarten, der Premiere in Zukunft regelmäßige Gesprächsrunden folgen zu lassen.
pm/eRe

 

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