Mirko Slomka hat endlich wieder einen Job. Zurück zu den Wurzeln, nach Hannover, hat es den ehemaligen Schalke-Coach getrieben. Seit seiner Entlassung 2008 bei S04 wurde Slomka praktisch bei jedem Profiverein auf Trainersuche gehandelt. Nur eingestellt hat ihn bis gestern niemand.
Mirko Slomka stand vor dieser Saison für den letzten Trainer, der auf Schalke Erfolge vorzuweisen hatte. Er führte den Verein letztmalig in die Champions League, erreichte das UEFA-Cup-Halbfinale und wurde Vize-Meister. Dennoch entließen ihn die Knappen im April 2008. Folgerichtig wurde Mirko Slomka fortan bei sämtlichen deutschen Vereinen gehandelt, die mal wieder auf der Suche nach einem Heilsbringer waren, nur eingestellt hat den gebürtigen Niedersachsen niemand. Oftmals wurden dem smarten Trainer Neulinge vorgezogen, wie zuletzt Zvonimir Soldo beim 1. FC Köln. Warum der einst erfolgreiche Übungsleiter trotz seiner Vita keinen Job mehr fand, blieb für die meisten Außenstehenden ein Rätsel.
Nun kehrt Slomka zu seinem Stammverein zurück. Nach der Trennung des glücklosen Andreas Bergmann besinnten sich die Verantwortlichen des Bundesligisten Hannover 96 ihres verlorenen Sohnes. Insgesamt dreizehn Jahre trainierte Mirko Slomka verschiedene Jugendmannschaften der Hannoveraner und war Assistenztrainer von Ralf Rangnick. Mit diesem folgte er dann auch dem Ruf aus Gelsenkirchen.
Als Nachfolger Rangnicks auf der Trainerbank von Schalke 04 feierte Slomka die erwähnten Erfolge. Allerdings wurde ihm eine unattraktive Spielweise, die der Bundesligist jedoch auch nach der Trennung von Slomka beibehielt, und der Verlust der Meisterschaft 2007 angekreidet. Was folgte war Tagesgeschäft. Slomka musste seine Sachen packen und versucht nun sein Glück beim derzeitigen Krisenclub Hannover 96. Beim aktuellen Tabellen-16. setzt man alle Hoffnungen in den Ex-Schalker: "Wir sind davon überzeugt, dass Mirko Slomka mit unserer Mannschaft den Abstieg verhindern wird. Darüber hinaus soll er die 96-Mannschaft der Zukunft entwickeln", so Sportdirektor Jörg Schmadtke auf der Vereins-Homepage.
Nun kann Mirko Slomka auch beweisen, dass alle Vereine, die sich einst gegen ihn entschieden haben, falsch lagen.
-sos-
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