In Zeiten leerer kommunaler Kassen geht es vielen städtischen Einrichtungen an den Kragen. Gerade bei der Kultur setzen die Städte den Rotstift an. So droht einigen gestandenen Institutionen das Aus. In Duisburg haben die Bürger einen Plan, um das älteste nichtkommerzielle Kino Deutschlands zu retten.
Die drohende Schließung des 1970 eröffneten Kinos stößt nicht nur in Duisburg selbst auf breiten Widerstand. Vor gut einem Monat gab die Stadt bekannt, den Zuschuss in Höhe von 300.000 Euro für das Kino zu streichen. Das rief den Förderverein des Filmforums auf den Plan und in Rekordzeit wurden über 13.000 Protest-Unterschriften gesammelt. Selbst prominente Filmgrößen, wie Schauspielerin Senta Berger oder die beiden Regisseure Wim Wenders und Michael Verhoeven, sprechen sich für den Erhalt des Lichtspielhauses aus.
Die Protestler haben der Stadt bereits ein Finanzierungskonzept zur Rettung des Filmforums vorgelegt. Eine Kartenpreiserhöhung, die von den Gästen mitgetragen wird, Ausbau der medienpädagogischen Arbeit und vor allem das Einbinden von Sponsoren sollen die nötige Summe aufbringen. Die sieben Duisburger Wohnungsgenossenschaften haben ein Engagement bereits angekündigt.
Das Filmforum in Duisburg beheimatet eins der größten filmhistorischen Archive Nordrhein-Westfalens. Außerdem ist es Schauplatz der Filmwoche, dem wichtigsten Festival für deutschsprachige Dokumentarfilme, und des internationalen Amateurfilm-Festivals.
-pm/ sos-
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