Das blaue Schwammrelief des französischen Künstlers Yves Klein ist geradezu legendäres Erkennungszeichen des Gelsenkirchener Musiktheaters. Das MiR am Kennedyplatz ist heute eines der bedeutendsten Theatergebäude des Ruhrgebiets.
Sein architektonischer Schöpfer, Werner Ruhnau, errichtete das Bauwerk Ende der 50er Jahre. Am 15. Dezember 1959 feierte das MiR Eröffnung und ist seitdem Aufführungsort zahlreicher Opern und Musicals. Der gläserne Riese prägt in einer ganz besonderen Art das Gelsenkirchener Stadtbild.
Zwischen 1957 und 1959 vollendete Yves Klein mit der monumentalen Wandarbeit im Foyer des Musiktheaters seine größte und bekannteste Arbeit, die durch die Glasfront des Theaters auch von außen deutlich sichtbar ist. Schon in dieser Zeit, damals noch als „Städtische Bühnen Gelsenkirchen“ bekannt, gehörte das MiR zu den profiliertesten Bühnen Deutschlands.
Eine der profiliertesten Bühnen Deutschlands
Nach einer Phase der Stagnation und einer wenig erfolgreichen Fusion mit der Wuppertaler Oper, gewann das Haus seit 2001 unter dem künstlerischen Triumvirat bestehend aus dem Intendanten Peter Theiler, dem Musikdirektor Samuel Bächli und dem Chefregisseur Andreas Baesler an überregionaler Bedeutung zurück. Die Theaterkritiker der nordrhein-westfälischen Presse wählten das MiR 2005 zum zweitbesten Opernhaus des Landes.
Oper, Musical, Ballett
Unter der Intendanz von Michael Schulz präsentiert das MiR seit Beginn der Saison 2008/2009 neben einem breitgefächerten Opernspielplan vor allem sehenswerte Musicals und Operetten. Die Neue Philharmonie Westfalen - das Opernorchester des MiR - spielt regelmäßig Sinfoniekonzerte im Großen Haus. Konzerte mit sinfonischer Jazz- und Filmmusik oder Chanson- und Liederabende ergänzen das künstlerische Programm. Insbesondere das überregional renommierte Ballett, unter der Leitung von Bernd Schindowski, sorgt maßgeblich für das hohe künstlerische Niveau des Hauses.
Großes Haus und Kleines Haus
Heute bietet das denkmalgeschützte Gebäude im „Großen Haus“ und im zweiten „Kleinen Haus“ Hunderte von Aufführungen im Jahr. 2009 wurde das denkmalgeschützte Gebäude aufwändig saniert. Eine Investition, die sich gelohnt hat: Die Klangqualität im Großen Haus konnnte hörbar verbessert werden.
Kennedyplatz
45881 Gelsenkirchen
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