Der Ruf des Schauspielhauses Bochum eilt selbigen voraus. Große Intendanten prägten vor allem mit neuem Ideen und eindrucksvollem Mut das Gesicht des Theaters.
Große Intendanten haben mit ihren eindrucksvollen Inszenierungen das Schauspielhaus Bochum zu dem gemacht, was es heute stilvoll repräsentiert – den Glanz großer Kultur. Nur einen Steinwurf vom Bermudadreieck entfernt, befindet sich das kulturelle Aushängeschild der Stadt Bochum. 1915 beginnt die Geschichte des ersten von der Stadt Bochum betriebenen Theaters. Zunächst gastieren dort die Bühnen der Städte Düsseldorf und Essen. Unter der Leitung des Intendanten Saladin Schmitt erhält das Bochumer Theater im Jahr 1919 sein erstes eigenes Schauspielensemble. In den ersten Jahrzehnten macht sich die junge Bühne vor allem mit Shakespeare-Aufführungen einen überregionalen Namen, den die ehrgeizigen Intendanten Saladin Schmitt und Hans Schalla kontinuierlich ausbauen.
Große Intendanten am Schauspielhaus Bochum
Nach der fast vollständigen Zerstörung des alten Theatergebäudes bei einem Luftangriff im November 1944, erfolgt 1953 die Wiedereröffnung des Traditionshauses an der Königsallee. Der Beginn einer sehr erfolgreichen Theaterarbeit, die nicht zuletzt mit der Arbeit seiner Intendanten Saladin Schmitt (1919-1949), Hans Schalla (1949-1972), Peter Zadek (1972-1979), Claus Peymann (1979-1986), Frank-Patrick Steckel (1986-1995), Leander Haußmann (1995-2000), Matthias Hartmann (2000-2005) und Elmar Goerden (ab 2005) verbunden ist. Zur Spielzeit 2010/11 wurde Anselm Weber als neuer Intendant verpflichtet.
In direkter Nachbarschaft zum großen Haus, wurde 1966 das Schauspielhaus um die Kammerspiele erweitert. 1972 richtet Peter Zadek im Keller eine dritte, kleinere Spielstätte ein, die er Theater Unten nennt. Zwischenzeitlich auch ZadEck genannt, ist sie heute unter dem Namen Theater unter Tage bekannt – die für Sondervorstellungen, Lesungen, Filmvorführungen, besondere musikalische Beiprogramme sowie Soloabende und Partys genutzt wird. Architektonisch besticht das Schauspielhaus Bochum vor allem mit seiner typischen 1950er Jahre Ästhetik, die von Gerhard Graubner entworfen wurde.
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