Besucher wandern auf den Spuren der Koker über das Industriedenkmal: Auch bei nasskalten Temperaturen waren die Füße der „Kohle-Einfeger“ oben auf der Decke der über 1.000 Grad heißen Öfen angenehm warm, während gleichzeitig der kalte Wind um die Ohren wehte. Aber nicht nur die Einfeger, auch die Löschwagenfahrer, Druckmaschinisten oder Beheizungsarbeiter auf Zollverein hatten auf der Winterschicht einen harten Job zwischen glühendheiß und bitterkalt – eben noch richtige „Maloche“. Der Kokerei-Alltag wird für die Besucher der „Kohle, Koks, Kultur“-Führungen am Wochenende kurzzeitig wieder lebendig. Denn erfahrene Begleiter vermitteln den Gästen in ca. zwei Stunden, wie der Kokereialltag für rund 1.000 Schichtarbeiter noch bis 1993 aussah.
Darüber hinaus vermittelt die Ausstellung „Der Wolkenmacher. Mein Vater auf Kokerei Zollverein“ in der Mischanlage noch bis Ende März ein lebendiges Bild der ehemaligen Großkokerei Zollverein. Natürlich stehen auch Technik und Geschichte des Industriedenkmals beim Rundgang im Vordergrund. Wie die riesigen Maschinen funktionierten und wozu große Gebäude da waren, klärt sich meist direkt vor Ort. Denn genau wie früher die feingemahlene Kohle wandern die Gäste mitten durch die Kohlenmischanlage, über ehemalige Förderbandbrücken und hinein in die Koksöfen. Die spannende Verwandlung von der Kohle zum „Kokskuchen“ wird so immer klarer. Ein besonderes Flair herrscht auf dem majestätischen Industriedenkmal bei der Nachtlichtführung, wenn die rot-blaue Lichtinstallation die Koksöfen in Szene setzt.
Termine am Wochenende: Samstag, 14.3. um 14 Uhr und Sonntag, 15.3. um 14 und 16 Uhr
Nachtlichtführung: Freitag, 13.3. um 20 Uhr (bitte Taschenlampe mitbringen!)
Treffpunkt: Eingang der Mischanlage, Arendahls Wiese. Infos und Anmeldung unter Tel. 0231/ 93 11 22 - 33.