(idr). Der gebürtige Gelsenkirchener Krebsforscher Harald zur Hausen erhält den diesjährigen Nobelpreis für Medizin. Das teilte das Nobelpreis-Komitee in Stockholm mit. Zur Hausen erhält die Ehrung für die Entdeckung der Papillomviren, die Gebärmutterhalskrebs auslösen können. Dies hat inzwischen zu einem Impfstoff gegen diesen Tumor geführt.
Harald zur Hausen wurde 1936 in Gelsenkirchen geboren. Er studierte unter anderem an den Universitäten Bonn und Düsseldorf. Bis zu seiner Emeritierung im März 2003 war Harald zur Hausen Vorsitzender und Wissenschaftliches Mitglied des Stiftungsvorstands des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg. Seit 2003 ist der 72-Jährige Vizepräsident der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina in Halle. NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers gratulierte dem Preisträger: "Es freut mich besonders, dass Sie ein Kind des Reviers sind und an der Universität Düsseldorf Ihre ersten wissenschaftlichen Arbeiten begonnen haben." Neben zur Hausen werden zwei französische Aidsforscher mit der weltweit höchsten Auszeichnung für Mediziner geehrt.
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