General Motors (GM) hat sein Sanierungskonzept für den angeschlagenen Automobilhersteller Opel bekanntgegeben. Neben der Bitte nach Staatshilfen umfasst es auch einen immensen Stellenabbau in Europa.
8300 Arbeitsplätze will GM in den europäischen Werken abbauen, 3900 davon alleine in Deutschland. Von den vier Werken hierzulande ist Bochum mit 1799 Streichungen besonders hart betroffen. Nach Informationen des SPIEGEL rechnet General-Motors-Chef Nick Reilly wohl Mitarbeiter, die in Altersteilzeit gehen, nicht zu den 8300 dazu. So dass am Ende bis zu 10.000 Menschen ihren Job verlieren könnten.
Der Sanierungsplan beinhaltet auch eine große Menge an Steuergeldern. GM bittet die Länder mit Opel-Werken um eine Staatshilfe von 2,7 Milliarden Euro. Deutschland solle den Löwenanteil von 1,5 Milliarden tragen. Laut Antrag verlangt der US-Konzern Hilfen aus dem Deutschlandfond, welchen die Bundesregierung für notleidende Unternehmen aufgelegt hat.
Neben den Steuergeldern verlangt GM von den Opelanern einen Beitrag von 265 Millionen Euro jährlich für die nächsten vier Jahre. Betriebsräte und Gewerkschaften lehnen dies in Hinblick auf die Werksschließung in Antwerpen ab.
-pm/ sos-
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