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Einwohner: 26000
Fläche: 22,4 m2
Postleitzahl: 58313 -
Vorwahl: 02330
Kennzeichen: EN
Wetter: Mittwoch 23.05.2012 |
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Obwohl Herdecke geographisch und landschaftlich eher dem Sauerland zugehörig scheint, wird die Stadt mit 26.000 Einwohnern von jeher als Teil des Ruhrgebietes empfunden. Die Stadtgeschichte Herdeckes beginnt mit der Gründung eines Kanonissenstiftes im 9. Jahrhundert. In den Schriften des Klosters wird um 1100 auch zuerst der Name der Stadt als „Hirreke“ beurkundet.
Eine unytypische Ruhrstadt
Um das Jahr 1335 erhielt die junge Ortschaft Marktrechte. Viele noch heute zu besichtigende Adelssitze, wie Burg Mallinckrodt, sind Zeugen dieser längst vergangenen Zeit. Im 19. Jahrhundert gehörte Herdecke zunächst mit den Gemeinden Wetter und Ende zum Kanton Hagen, dem späteren Kreis Hagen. Dies wirkte gar so lange nach, dass Herdecke sich noch 1929 gegen die völlige Eingemeindung nach Hagen wehren musste. Doch die Unabhängigkeit blieb gewahrt und die Stadt im südwestfälischen Ruhrtal ist seitdem freier Teil des Ennepe-Ruhr-Kreises.
Das 20. Jahrhundert verlief in Herdecke nicht in gleicher Form wie im Rest des Reviers. Während das Ruhrgebiet zu der Montanregion überhaupt avancierte, blieb Herdecke außen vor. Im Stadtgebiet kommen kaum Steinkohlenflöze vor, die reichhaltig genug gewesen wären, um Bergbau zu betreiben. So verlief später auch der schmerzhafte Strukturwandel der Ruhrregion in Herdecke milder als anderswo.
Hengsteysee und Harkortsee
Heute besteht die Stadtfläche zu etwa drei Vierteln aus Wald-, Wiesen- und Wasserflächen. Insbesondere die beiden Stauseen Hengsteysee und Harkortsee prägen das Landschaftsbild. Die über 300 Meter lange Brücke, die den Harkortsee überspannt – das sog. Ruhr-Viadukt – gilt schon seit den 1870er-Jahren als eines der auffälligsten Wahrzeichen Herdeckes und des ganzen Ruhrtals.