Sie sind momentan in:

Startseite/ Proteste: Hochtief kämpft um seine Zukunft

Merkliste (0)
 
 

 
Tweet | Gefällt mir | Bookmark
| Senden | Merken
0 Kommentare | Trackback URL

Proteste: Hochtief kämpft um seine Zukunft

Hochtief-Mitarbeiter in Essen setzen Zeichen gegen „feindliche Übernahme“

 
Essen , Mo. 04.10.2010, Autor: voßnacke
 

Der traditionsreiche Essener Baukonzern Hochtief will alles gegen die feindliche Übernahme durch den spanischen Großaktionär ACS tun. Heute kam der Aufsichtsrat zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen – und auch die Mitarbeiter protestierten lautstark vor der Firmenzentrale in Essen. Hintergrund ist eine Übernahmeofferte von Konkurrent ACS, an deren Ende die Zerschlagung des Unternehmens stehen könnte.

Abbau von tausenden Arbeitsplätzen oder gar die Zerschlagung des ganzen Traditionskonzerns? – Was am Ende herauskommen könnte, wenn der Bauriese Actividades de Construcción y Servicios , kurz ACS, aus Madrid sich die Aktienmehrheit der Hochtief AG schnappt, mag man sich in Essen zur Zeit noch gar nicht vorstellen.

Das spanische Konkurrenz-Unternehmen will seinen schon bestehenden Aktienanteil von derzeit knapp 30 Prozent ausbauen und Hochtief komplett übernehmen. Das Angebot an die Aktionäre sei jedoch nur knapp über dem Minimum, beklagen Experten.

Die Konzernverantwortlichen und Mitarbeiter wollen sich nun zur Wehr setzen, denn sie befürchten für die Zukunft, dass der spanische Konkurrent das Essener Traditionsunternehmen nach einer Übernahme zerschlagen und die Filetstücke verkaufen könnte, um die eigenen leeren Kassen zu füllen, wie Betriebsratchef Siegfried Müller nicht müde wird zu betonen

Hoffnung auf Politikbetrieb in Berlin

Wehret den Anfängen, ist derzeit deshalb das Motto in Essen: Der Betriebsrat wendet sich an Berlin und hofft auf die Unterstützung von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen. Auch die Beschäftigten wollen ihren Protest in die Hauptstadt tragen und dort ein Zeichen an die Politik setzen. „Wir gehen davon aus, dass Berlin ein Interesse daran hat, dass die deutsche Bauindustrie international wettbewerbsfähig bleibt“, erklärte auch Hochtief-Vorstandschef Herbert Lütkestratkötter unlängst der Wirtschaftswoche.

Ist Hochtief-Übernahme überhaupt zu verhindern?

Doch der Politik sind im Grunde die Hände gebunden. Inwiefern dies alles also etwas bringt, wenn es mit der Übernahme ernst wird, scheint derzeit völlig offen. Letzten Endes zu verhindern, wird diese nämlich nicht sein, sind sich die Experten einig. Wenn ACS einmal über die 30 %-Anteils-Schwelle gelange, könne der angeschlagene Bauriese auch über Jahre hinweg durch Zukäufe die Übernahme komplettieren.

Hochtief: Ein Konzern mit dem Herzen im Ruhrgebiet

Die Hochtief AG hat ihren Sitz seit 1922 mitten im Herzen des Ruhrgebiets. Für das Revier ist das Traditionsunternehmen nicht nur ein wichtiger Arbeitgeber, sondern auch verantwortlich für unzählige Bauprojekte in der Region - nicht zuletzt für eines der Wahrzeichen der Stadt Essen, den RWE Turm. Auch hinter vielen finanziellen Förderungen von regionalen Projekten, unter anderem der Kulturhauptstadt RUHR.2010, steht die Hochtief AG.

-tv-

 

Kontakt

Weitere Informationen

Ort (Stadt)

Essen

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist:
http://www.ruhrportal.de/hochtief-mitarbeiter-in-essen-setzen-zeichen-gegen-feindliche-uebernahme.html

Tweet | Gefällt mir | Bookmark
| Senden | Merken

Wie bewerten Sie diesen Artikel?

super!

gut

mittel

geht so

schlecht

 
 

Schreiben Sie den ersten Kommentar

Schreiben Sie uns Ihre Meinung

Ihre Meinung zu: Proteste: Hochtief kämpft um seine Zukunft

 

Ruhrportal.de Ruhrportal.de

Springe zum Hauptinhalt »

präsentiert von: