Trotz der umfangreichen Möglichkeiten des in Duisburg installierten Hilfesystems sind im Stadtgebiet vereinzelt Personen anzutreffen, die „Platte machen“ und ohne ein schützendes Dach über dem Kopf auf der Straße leben. Nach Einschätzung des Amtes für Soziales und Wohnen dürften hiervon maximal bis zu fünf Personen betroffen sein, die die Hilfsangebote der Stadt offenbar ganz bewusst nicht nutzen.
Um Menschen ohne Wohnung bei schlechten Wetterlagen eine geeignete Rückzugsmöglichkeit zu bieten, wurden auch in diesem Winter wieder geeignete Maßnahmen eingeleitet. In Absprache mit dem Bahnhofsmanagement des Duisburger Hauptbahnhofes und der Duisburger Verkehrsgesellschaft (DVG) wurde vereinbart, dass der Zugang zur U-Bahn-Station am Hauptbahnhof nachts geöffnet bleibt. Außerdem steht in dieser Zeit im Hauptbahnhof ein beheizter Wartesaal zur Verfügung. Der Aufenthalt betroffener Personen in diesen Räumlichkeiten wird von beiden Betreibern unter Beachtung der entsprechenden Hausordnung ausdrücklich geduldet.
Um die betroffenen Personen über dieses Hilfsangebot zu informieren, wurden unter anderem das Fahrpersonal der DVG sowie die Rettungskräfte von Feuerwehr und Polizei von den Maßnahmen in Kenntnis gesetzt. Unabhängig hiervon fahren Mitarbeiter des Vereins „Gemeinsam gegen Kälte“ regelmäßig die im Stadtgebiet bekannten Anlaufstellen an. Sie bieten den Obdachlosen neben heißem Kaffee auch Schlafsäcke an und weisen sie auf die vorhandenen Notschlafstellen hin.
-pst-
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