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\Alptraumbericht\" - Adolf Sauerland spricht über Loveparade-Tragödie im WDR"""

Im WDR spricht Sauerland erstmals vor aller Augen über Loveparade

 
Duisburg , Mo. 16.08.2010, Autor: Ernst
 

Erstmals äußerte sich Adolf Sauerland am Sonntag im WDR-Fernsehen zu seiner Sicht auf die Loveparade-Tragödie in aller Öffentlichkeit. Der sonst so tough wirkende Duisburger Oberbürgermeister hat tiefe Ringe unter den Augen und seine Aussage, er wache jeden Morgen mit der Hoffnung auf, alles sei nur ein böser Traum gewesen, nimmt man ihm ohne Zögern ab. Ob schuld am Geschehenen oder nicht, Adolf Sauerland wurde nach der Katastrophe am 24. Juli zu einem gebrochenem Mann.

Drei Wochen ist es her, dass sich Adolf Sauerland vor die Kamera wagte. Das letzte Mal nur kurze Zeit nach der unfassbaren Nachricht, auf der Loveparade 2010 sind Menschen ums Leben gekommen. Bei der Pressekonferenz am Sonntag nach der Tragödie zeigt sich der Oberbürgermeister noch relativ gelassen, beteuert, nichts mit der tatsächlichen Organisation der Loveparade zu tun gehabt zu haben und stellt sich vor allem nicht seiner Verantwortung als Oberhaupt der Stadt.

Spießrutenlauf für Sauerland

Als die Ausmaße der Massenpanik auf der Zugangsrampe zum Gelände des alten Güterbahnhofes klar wurden – 21 Tote und 500 Verletzte – begann für Sauerland ein Spießrutenlauf. Forderungen nach sofortigem Rücktritt, Beleidigungen ja sogar Morddrohungen musste der einst für seine anpackende Art bekannte Amtsträger über sich ergehen lassen. Wie viel Schuld er tatsächlich trägt, weiß man bis heute nicht genau, aber das interessiert die Wenigsten.

In der WDR-Sendung „Kreuzverhör“ vermied es Adolf Sauerland ein Schuldgeständnis abzulegen. Mehr sprach er über seine derzeitige Situation, beschreibt sich als „Getriebener“ und verneint die Frage nach Rücktritt vehement. Das Festhalten an seinem Amt begründet er damit, dass es seine Pflicht und Verantwortung sei, sich an der Aufklärung der Ereignisse zu beteiligen und dies könne er nur, wenn er weiterhin Oberbürgermeister ist und Zugang zu allen Unterlagen erhält. Was wie ein schlüssiges Argument scheint, ist Zunder für das Feuer der Kritik.

"Duisburg ist keine Kompromisse eingegangen"

Weiterhin beteuert er, dass die Stadt Duisburg keine Kompromisse gemacht hätte um dem Veranstalter Lopavent entgegenzukommen. Vielmehr wurde die Firma um Rainer Schaller dazu angehalten, Verbesserungen in ihrem Konzept vorzunehmen. Den Vorwurf, um jeden Preis eine Durchführung des Mega-Events Loveparade durchgesetzt zu haben, weist er von sich.

Ende August sagt er, sei mit einer Aufklärung der Schuldfrage zu rechnen. Dann wird sich zeigen, wie glaubhaft der Oberbürgermeister Duisburgs tatsächlich ist und wie sehr die Hetze auf ihn gerechtfertigt.

 

-de-
 

 

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