Startseite/ Dortmunds U-Turm wurde beim Finale der E-Culture Fair zur Projektionsfläche
Merkliste (0)Am Mittwochabend endete die E-Culture Fair mit einer eindrucksvollen Performance, die das Gebäude des Dortmunder U-Turms regelrecht zum Tanzen brachte. Die dreitägige Messe für Medienkunst und Kreativwirtschaft, fand im Rahmen des ISEA2010 Ruhr zum ersten Mal im Ruhrgebiet statt und zeigte einen Einblick in die derzeitige Entwicklung des immer mehr Präsenz einnehmenden Genres.
Auf der Leonie-Reygers-Terasse vor Dortmunds neuem Zentrum für Kunst und Kreativität, dem U-Turm, wurde es am Mittwochabend für einen Moment dunkel und still bevor auf der gesamten Fassade des Gebäudes plötzlich Projektionen tanzender Menschen im Zusammenspiel mit elektronischer Tanzmusik zu sehen waren. Das Projekt „Interactive Facade“ der Künstlergruppe MediaLab von der Hogeschool van Amsterdam war ein gelungenes Finale für die vorangegangene E-Culture Fair.
Projektionen beziehen Publikum mit ein
Diese Projektionen waren zunächst Abbilder von Tänzern, die mitten unter den Zuschauern auf vier kleinen Bühnen ihre beeindruckenden Moves vollführten. Doch der Clou an dem Projekt war die Interaktion mit den Besuchern. Während auf der Fassade die Abbilder mehr und mehr komplexer schienen und mithilfe von Loops eine immer größere Dynamik erzeugt wurde, konnte das Publikum selbst die Bühnen bespielen und seine Konturen auf der großen Projektionsfläche wiederfinden.
Während der drei Tage E-Culture Fair drehte sich alles um die Digitalisierung und Vernetzung der sozialen Kommunikation, der Arbeitswelt oder auch der Kulturvermittlung. Diese Aspekte werden zunehmend mit großer Selbstverständlichkeit in den Alltag integriert, denkt man nur an die zahllosen Smartphones, Facebook-Accounts oder Twitter-Walls, die es mittlerweile in Deutschland gibt. Kaum einer kommt darum herum, wenn er auf dem neuesten Stand bleiben möchte.
E-Culture-Fair gibt Vorgeschmack auf die Zukunft
Und eben der allerneueste Stand konnte auf der E-Culture-Fair begutachtet werden. In diesem kommunikativen Labor stellten die verschiedenen Projekte neue Ideen aus, die in unserer schnelllebigen Zeit schon morgen zum Alltäglichen gehören könnten. Die Messe richtete sich sowohl an Professionelle in dem Bereich der elektronischen Kultur, als auch an alle Neugierigen, die sich ein Bild der derzeitigen Entwicklung in der digitalen Kommunikation machen wollten.
Für das Ruhrgebiet bot diese Messe einen Blick in die Zukunft sowohl im Bereich der elektronischen Kunst und Kultur, wie auch im Bezug auf die keimende Kreativwirtschafts-Branche, der im Zuge der Kulturhauptstadt RUHR.2010 eine immer größere Bedeutung für die Region beigemessen wird. Die E-Culture Fair war also nur ein kleiner Vorgeschmack von dem, was uns im Ruhrgebiet in den nächsten Jahrzehnten erwarten könnte.
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