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JVA in Oberhausen erhitzt weiter die Gemüter: Bürgerinitiative gründet sich

JVA in Oberhausen: Ministerin Steffens und OB Wehling können die Wogen bei Info-Veranstaltung nicht glätten

 
Oberhausen , Mi. 19.01.2011, Autor: voßnacke
 

Die Wogen rund um die JVA Oberhausen, die jetzt zum „Therapiezentrum“ für ehemals sicherheitsverwahrte Schwerstkriminelle werden soll, haben sich längt noch nicht geglättet. Jetzt gründet sich eine Bürgerinitaitive gegen die Pläne – und bei einer Info-Veranstaltung der Stadt kochten die Emotionen hoch.

Sie sollte aufklären, Ängste zerstreuen und Gerüchte zurückweisen: Die in der Oberhausener Luise-Albertz-Halle angesiedelte Informationsveranstaltung der Stadt wurde dann aber zur Plattform für lautstarken Protest der Bürger gegen die Unterbringung von Gewaltverbrechern in Oberhausen.

Panikmache oder ernstzunehmende „Bedrohungslage“ in Oberhausen?

NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens und Oberbürgermeister Klaus Wehling gerieten ein ums andere Mal in Erklärungsnot: Wirklich nur eine Übergangslösung? Wirklich kein Freigang? Und vor allem: Wirklich keine andere Lösung?
Vor allem das „Jetzt-auf-Gleich“ – die plötzliche Entscheidung für Oberhausen ohne jegliche „Vorwarnung“ an die Bürger – stieß auf den Unmut der rund 500 Anwesenden.

Da halfen die Beteuerungen der Verantwortlichen auf dem Podium wenig. Rasches Handeln sein gefragt gewesen, da schon jetzt – aufgrund der Rechtslage: dem EU-Uteil gegen nachträgliche Sicherheitsverwahrung – potenziell gefährliche Menschen frei herumliefen, die eigentlich in eine geschlossene Einrichtung gehören, wie sie in Oberhausen entstehen soll.OB Wehling wiederholte gebetsmühlenartig, dass dass die Sicherheit der Bevölkerung für ihn als Oberbürgermeister Vorrang habe.

Bürgerinitiative „Sicherheit für Oberhausen“ wil Druck machen

Unter den anwesenden Protestlern fanden sich auch diejenigen wieder, die tags zuvor die Bürgerinitiative „Sicherheit für Oberhausen“ ins Leben riefen. Schon über 100 Oberhausener schlossen sich ihr an. Viel, viel mehr sollen es noch werden. Gemeinsam will man Unterschriften sammeln, demonstrieren – und vielleicht gar einen Bürgerentscheid anstrengen.

Doch der Weg dorthin ist lang – und bsi dahin werden wohl bereits die ersten Schwerverbrecher ihren Therapieplatz in der JVA Oberhausen bezogen haben.

-tv-

 

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