Die Bäume beginnen in diesen Tagen schon sich herbstlich zu verfärben. Grund genug, im Botanischen Garten Rombergpark zu feiern. Am Sonntag, 28. September, findet von 11 bis 18 Uhr das vierte Kastanienfest statt, das sich nicht nur um die Rosskastanie dreht, sondern auch um die Esskastanie und ihre verwandten Fruchtbäume wie Buche und Eiche.
Im Bereich des Haupteingangs am Torhaus und den drei mächtigen Platanen am Teich bis zur Parkmitte (Spielplatz) stehen die Kastanien und ihre vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten sowohl in der Küche wie auch für die Gesundheit im Mittelpunkt. 50 Aussteller zeigen alles rund um die Kastanie, herbstliche Früchte und Produkte zum Erntedanktag.
Zum Kastanienfest informiert der Botanische Garten ausführlich über die botanischen Grundlagen, Vielfalt und Verwendung im täglichen Leben der Kastanie. Das Regenbogenhaus bietet Bastelaktionen mit Kindern. „Pro Kultur“ und das Kochbuchmuseum des Museums für Kunst und Kulturgeschichte bieten Rezepte und Kostproben rund um die Esskastanie an. Aus der Pfalz wird echter Federweißer angeboten, zusammen mit edlen Pfälzer Weinen und natürlich mit den ersten gerösteten Maroni.
Etwa im Jahre 2000 vor Christus wurde die Esskastanie oder Marone aus ihrer südosteuropäischen Heimat mit der griechisch-keltischen Kultur weit nach Europa hinein verbreitet. Auch die Römer verwendeten sie und auf diesen Kulturwegen gelangte die Marone bis Nordeuropa – eben so weit, bis die harten winterlichen Bedingungen ein Wachstum nicht mehr ermöglichten. Heute haben wir in Deutschland große Kastanienwälder des Rheintales von der Schweiz bis in den Taunus, in der Pfalz bis zur Mosel. Neuerdings wächst die Marone auch in Nordwest-Deutschland zu mächtigen Bäumen heran und ist ein Zukunftsbaum.
Im Botanischen Garten Rombergpark wachsen verschiedene Bäume, die mit den Buchen und Eichen verwandt sind. Anders die Rosskastanie: Sie ist nicht mit der Esskastanie verwandt. Die Rosskastanie ist in Südosteuropa verbreitet und wurde nach dem sechzehnten Jahrhundert in unsere Parks und Gärten eingeführt. Sie ist beliebt wegen der schönen auffälligen Kastanienblüte im Mai und wird als das Sinnbild des Frühlings schlechthin betrachtet.
Ihren Namen hat die Rosskastanie durch den Einsatz ihrer Inhaltsstoffe in der Tiermedizin bekommen. Aber auch bei Venenleiden wird sie als Naturheilmittel für den Menschen sehr geschätzt.
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