Startseite/ BVB und Schalke 04: Wellen um Fanboykott des Derbys schlagen immer höher - Klopp gießt Öl ins Feuer
Merkliste (0)Noch zwei Wochen bis zum Spiel der Spiele im Ruhrgebiet: Dortmund gegen Schalke. Wenn das Revierderby ansteht, kochen naturgemäß die Emotionen hoch. Doch diesmal geht es weniger um die sportliche Rivalität, als um die Eintrittspreise. Aus Protest gegen den Preisaufschlag „auf Schalke“ kündigen massenhaft BVB-Fans an, das Derby zu boykottieren – und gaben Ihre Tickets zurück! Jetzt gießt auch noch Borussia-Coach Jürgen Klopp Öl ins Feuer: „Unsere Leute müssen Klaas-Jan Huntelaar nicht finanzieren“.
Ein Seitenhieb, der die Wellen um die Derbykarten nochmals aufbrausen lässt. 20 Euro für einen Stehplatz im Gästeblock, ganze 50 Euro für einen Sitzplatz, das Alles plus zehn Prozent Vorverkaufsgebühr – dass die Preise für Bundesliga-Spiele inflationär steigen und gerade in Top-Spielen den Fans allüberall happige Zuschläge aufgebrummt werden ist nichts Neues. Die Preisspirale steigt, solange die Fan-Nachfrage trotzdem da ist.
Doch wenn es nach den BVB-Anhängern geht, ist „auf Schalke“ das Ende der Fahnenstange mit oben genannten Preisen erreicht: „Das ist unsozial. Mit dieser Preiserhöhung ist die Schmerzgrenze überschritten. Wir müssen endlich mal ein Zeichen setzen“, ereifert sich eine extra formierte schwarzgelbe Protest-Initiative, in der sich rund 60 Fangruppierungen zusammengeschlossen haben.
Wenn am 4. Spieltag Borussia Dortmund bei Schalke 04 antritt, wollen die treuesten Fans – die im Normalfall wohl kein Spiel ihres BVBs, erst recht kein Derby!, verpassen – deshalb nicht dabei sein. Fans, die sich am Boykott beteiligen können noch bis zum 10 September ihre Tickets an den BVB zurückgeben und bekommen das Geld auch zurückerstattet.
Preisanstieg beim Fußball:
Entwickelt sich Fußball vom Volkssport zum Sporthighlight für Besserverdienende?
Den Anblick eines leeren Gästeblocks beim Revierderby in der VELTINS-Arena wird es dennoch vermutlich nicht geben: Zu begehrt sind die Tickets für ein solches Spiel. Und solange die Fan-Nachfrage da ist, gibt es ja auch allerorten keinen Grund für die Vereine Preise zu senken. Ein Teufelskreis, denn Schüler oder Studenten, erst recht ein Hartz 4-Empfänger tun sich längst schwer, das 90-minütige Vergnügen in diesen Dimensionen überhaupt finanzieren zu können. Entwickelt sich Fußball vom Volkssport Nr. 1 zum Sporthighlight für Besserverdienende?
Unverständnis auf Schalke
Eigentlich undenkbar – gerade bei Clubs mit derartigen Wurzeln wie Schalke 04 oder Borussia Dortmund. Auf Schalke verrsteht man die ganze Aufregung der aufgebrachten schwarz-gelben Fans somit auch nicht. Man habe die Preise lediglich „moderat“ angehoben und ein Top-Zuschlag auf bestimmte Spiele sei bei allen Bundesliga-Clubs üblich – übrigens auch beim BVB.
-tv-
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