Die Stadt am Rhein war eine der ersten deutschen Großstädte überhaupt. Bereits 50 n.Chr. bekam die Siedlung von ihrer Namensgeberin, der römischen Kaiserin Agrippina, das Stadtrecht zugesprochen. Dem damaligen Namen der Stadt Colonia Claudia Ara Agrippinensium entsprang das heutige Köln. Erste Wichtigkeit erlangte Köln als 80 n.Chr. einer der größten römischen Aquädukte überhaupt gebaut wurde - die Eifelwasserleitung.
Kölner Dom überragt alles
Das bis ins hohe Mittelalter zur größten deutschen Stadt gewachsene Köln bekam im Laufe der Zeit auch die weiträumigste Stadtmauer Deutschlands. Auch wurde die Stadt durch die Überführung der Gebeine der heiligen drei Könige zu einem beliebten Ziel für Pilger. Um diesen Reliquien einen angemessenen Platz zu schaffen fiel der Beschluss ein unerreicht großes, beeindruckendes Gotteshaus zu errichten – den Kölner Dom, dessen Grundsteinlegung 1248 erfolgte.
Nach Ende des ersten Weltkrieges 1918 wurde Konrad Adenauer, der spätere erste Bundeskanzler der BRD, Oberbürgermeister der Stadt Köln, musste bei der Machtübernahme der Nationalsozialisten allerdings die Stadt verlassen. Während der NS Zeit hatte Köln auch anderweitig schwere Schläge hinzunehmen: Nicht nur, dass mehr als 90 Prozent des Stadtgebietes nahezu zerstört wurde, auch der Dom, der 1880 nach einer 632 jährigen Bauzeit endlich fertiggestellt warm, ragte schwer beschädigt aus den Trümmern hervor. Auch lediglich ein Achtel der Ursprünglichen Bevölkerung wohnte noch in Köln. Bis zum Jahr 1975 erholte sich die Stadt wieder merklich und wuchs zur vierten Millionenstadt nach Berlin, Hamburg und München in Deutschland heran.
Kölner Karneval und Kölsch als Bier und Dialekt
Heute ist Köln für viele seiner Traditionen und seit Alters her bestehenden Merkmale bekannt. Allen voran gehen der Kölner Dom, der Kölner Karneval und der Köllsche Dialekt. Aber auch die Bierbraukultur oder die beliebtesten Duftwässer, die Eau de Cologne, sind Aushängeschilder. Eine weitere Besonderheit ist die Kölner Theaterszene, die ihren Ursprung ebenfalls im Mittelalter hat. Typische Merkmale Kölns aus der Moderne sind die zahlreichen Sitze von Medienunternehmen wie große Fernsehanstalten, Plattenfirmen oder Verlagshäuser.
Auch im Bildungssektor ist Köln groß, zumindest zahlenmäßig. Denn mit mehr als 44.000 eingeschriebenen Studenten ist die Universität zu Köln eine der größten Universitäten und mit 16.500 Studierenden die Fachhochschule, die größte ihrer Art in Deutschland. An der Kunsthochschule für Medien hat Köln den einzigen Studiengang für audiovisuelle Medien in Deutschland – einer der modernsten Kunststudiengänge. Mit insgesamt 13 Hochschulen insgesamt ist Köln die drittgrößte Studentenstadt Deutschlands.
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