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Kulturhauptstadt: RUHR.2010 freut sich auf Finale – und blickt schonmal stolz zurück

Kulturhauptstadt: RUHR.2010 freut sich auf Finale – und blickt stolz zurück

 
Ruhrgebiet , Do. 09.12.2010, Autor: voßnacke
 

Das Jahr 2010 neigt sich dem Ende zu! Wie es die unvermeidlichen Jahresrückblicke aller Fernsehsender vormachen, gilt es nun, zurückzuschauen, sich zu erinnern, Bilanz zu ziehen – erst recht als Kulturhauptstadt Europas. Was hat RUHR.2010 dem Revier gebracht? Was bleibt? In loser Folge wird Ruhrportal in den letzten Wochen des Jahres auf verschiedenste Art die Kulturhauptstadt resümieren. Heute: Zahlen, Daten, Fakten – und Meinungen!

Am 18. Dezember feiert RUHR.2010 im Gelsenkirchener Nordsternpark das große Kulturhauptstadt-Finale, das schon jetzt ausverkauft ist!

Heute zogen die Macher bereits im Gasometer Oberhausen ein erstes Fazit: „Über 5.500 Veranstaltungen liegen hinter uns, 140 haben wir bis zum 31. Dezember noch vor uns“, erklärte der RUHR.2010-Vorsitzende, Fritz Pleitgen. 10,5 Millionen Besucher hätten die Veranstaltungen, darunter 13,4 Prozent mehr Touristen als je zuvor. 

Ein stolzes Zahlenwerk, das sich in ebenso stolzen Meinungen wiederspiegelt. Ein Potpourri:

Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission:
„Die Idee der Kulturhauptstadt ist gelebtes Europa dank der Menschen und für die Menschen. Dieser Geist war ein Jahr lang überall im Ruhrgebiet präsent.“

Fritz Pleitgen, RUHR.2010-Vorsitzender:
„Das wichtigste Ergebnis ist der große Zuspruch der Bevölkerung. Wir wollten eine Kulturmetropole sichtbar machen mit ihren vielfältigen und auch überraschenden Angeboten. Wir wollten dieser eigenwilligen und charaktervollen Metropole einfach nur den gebührenden Respekt verschaffen. Ich habe den Eindruck, in dieser Hinsicht haben wir einiges erreichen können.“

Pleitgen zur Loveparade-Tragödie als Schatten über dem Kulturhauptstadtjahr:
„Die Haltung einer Kulturhauptstadt wird auch daran gemessen, wie mit solch einer Katastrophe umgegangen wird“

Oliver Scheytt, RUHR.2010-Geschäftsführer:
„Die Menschen an Rhein und Ruhr waren nicht nur Zuschauer, sie wurden auch zu Akteuren. Die Kulturhauptstadt hat die Identifikation mit der Kulturmetropole Ruhr durch die Aktivierung der Bürgerinnen und Bürger bewirkt. RUHR.2010 hat bewiesen, wie Netzwerke neuen Denkens und Handels in Kunstproduktionen und Kulturvermittlung funktionieren können. Damit sind wir auch ein Modell für Europa und künftige Kulturhauptstädte.“

Essens Kulturdezernent Andreas Bomheuer gegenüber WDR:
„Wer hätte gedacht, dass sich die Leute mal ihre eigene Stadt angucken“

Volker Bandelow, Kulturhauptstadtbüro Gelsenkirchen, gegenüber WDR:
„Das hat unser Selbstbewusstsein gestärkt“

-tv-

 

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