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Hier wird Schlagerkult mit traditioneller Ruhrgebietsgeschichte in ein spannendes Mischungsverhältnis gebracht. Verursacher dieses kulturellen Cocktails ist Christian Stratmann, der sich und dem Revier mit der Eröffnung des „Mondpalastes“ einen kleinen Reviertraum erfüllt hat: Eine Volkstheater-Bühne, die liebenswerte und unverwechselbare Eigenheiten des Reviers auf die Bretter der Welt bringt.
Der städtische Saalbau im Wanner Stadtgarten gehört wohl zu den traditionsreichsten Bauwerken in der Region. Der wilhelminische Jugendstilbau entstand 1911 als „Kaisersaal“ und hat seitdem jede Menge Theater erlebt: von Kurt Seiffert, der in den 20er Jahren zum bekannten Filmdarsteller avancierte, über Zarah Leander, Theo Lingen und Maria Schell. Und auch das Gebäude selbst führt ein sehenswertes Stück Zeitgeschichte vor: das Wechselspiel zwischen Tradition und Moderne, wilhelminischem Haupthaus und postmodernem Foyer. Ein starkes Stück lebendiger Ruhr-Architektur.
Verknüpft mit der Idee ein Komödientheater mit der richtigen Portion Reviermentalität ins Leben zu rufen, lag Christian Stratmann, der Bruder des bekannten Revier-Comedian, Dr. Ludger Stratmann, wohl goldrichtig. Komödien aus der Feder von Sigi Domke und unter der Regie von Thomas Rech bereichern den Theatersaal nicht nur mit jeder Menge Lokalkolorit, sondern feiern auch große Erfolge. Mit der Eröffnung eines neuen Revuetheaters im Ruhrgebiet, dem „Revuepalast Ruhr“, in der denkmalgeschützten Heizzentrale der ehemaligen Zeche Ewald, folgt der nächste Streich von Christian Stratmann. Neben der Eröffnung am 28. Oktober 2009, hebt sich, pünktlich zum 6. Geburtstag des Mondpalastes am 28. Januar 2010, der Vorhang in den Kammerspielchen. Das ehemalige Haus den Handwerks in Wanne-Eickel soll ein weiteres Spielfeld für kreative Experimente werden.
gala