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Offensiver Westerwelle auf NRW-FDP-Parteitag

Lagerwahlkampf-Rhetorik und Pinkwart wiedergewählt

 
Wirtschaft und Politik , Ruhrgebiet , Di. 16.03.2010, Autor: voßnacke
 

Das eigentliche Anliegen des FDP-Parteitags am Wochenende rückte fast in den Hintergrund. Nicht die NRW-Wahlen standen im Mittelpunkt, sondern die erste Rede des FDP-Vorsitzenden und Außenministers Guido Westerwelle nach seiner umstrittenen Südamerika-Reise. Aber die ganze Aufregung um Westerwelle ist natürlich nicht zuletzt auch dem NRW-Wahlkampf geschuldet. So schließt sich doch wieder der Kreis.

© FDP / www.guido-westerwelle.de
© FDP / www.guido-westerwelle.de
 

„Aufsteigerland NRW“, das ist der Wahlkampfslogan der FDP für die Landtagswahlen am 9. Mai. „Aufsteigerland NRW“, das war auch das Motto des Landesparteitags der Freidemokraten am Wochenende in Siegen. Doch die Einstimmung auf die wegweisende NRW-Wahl sowie die parteiinternen Wahlen zum Landesvorsitz gerieten fast zur Nebensache.

Mit viel mehr Spannung wurde der erste innenpolitische Auftritt Guido Westerwelles nach der turbulenten Südamerika-Tour erwartet. Diese war von heftigen Diskussionen rund um Westerwelles Auswahl der Reisedelegation begleitet worden. Der Konter des FDP-Vorsitzenden gestaltete sich dementsprechend heftig – und bezog sich dann doch auf die Landtagswahlen.

Linke Verschwörungskampagne im Hinblick auf NRW-Wahl

Die Nummer Eins der Liberalen sprach von einer Verschwörungskampagne gegen seine Person, von Beschimpfungen und Vorwürfen, die von Links kämen und im Zeichen der politischen Richtungsentscheidung am 9.Mai stünden: „Wir erleben, wie in NRW eine linke Mehrheit vorbereitet werden soll. Das ist, worum es in Wahrheit geht“, konstatierte Westerwelle empört. Die Delegierten unterstützten ihn mit warmem Applaus. Der Lagerwahlkampf in NRW ist damit nun endgültig eröffnet.

Pinkwart erhält fast 96 Prozent

Wählen durften die Delegierten dann auch noch: Der amtierende NRW-FDP-Vorsitzende Andreas Pinkwart wurde mit 95,52 Prozent Zustimmung als neuer, alter Landeschef bestätigt. Auch ein neuer Generalsekretär kam in Amt und Würden – nach Christian Lindners Abgang zum FDP-General auf Bundesebene. Joachim Stamp ist der neue Mann auf der Kommandobrücke der FDP, der gerade jetzt im Wahlkampf besonders gefordert sein wird.

-tv-

 

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