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Warum Amateurfunk eine aufregende Sache war, ist und bleiben wird und wie es aussieht und funktioniert, das alles sind Fragen, die die Ausstellung zur „Geschichte des Amateurfunks“ im Kreishaus in Schwelm beantworten kann. Noch bis zum 15. Mai 2009 werden eine Plakatserie, Amateurfunkgeräte aus den letzten 50 Jahren, Sender und Empfänger aus kommerzieller Fertigung sowie Messgeräte und Selbstbaugeräte von Funkamateuren aus der Region gezeigt.
„Amateurfunk ist grenzenlos: Er baut Brücken, verbindet Menschen und Völker. Ganz wichtig: Er pflegt Freundschaften über Landesgrenzen hinaus. Und nicht nur das. Dort wo moderne Kommunikationsmittel versagen, hat sich der Amateurfunk in Not- oder Katastrophenfällen schon so manches Mal als letztes Mittel zur Nachrichtenübermittlung bewährt. So zuletzt beim verheerenden Erdbeben in den italienischen Abruzzen.“ Landrat Dr. Arnim Brux nutzte die Eröffnung einer Ausstellung zur Geschichte des Amateurfunks im Eingangsbereich des Schwelmer Kreishauses, um auf die besondere Rolle und Bedeutung dieser Technik hinzuweisen.
Anlass für die Ausstellung sind 100 Jahre Amateurfunk sowie der diesjährige 50. Geburtstag des Ortsverbandes Ennepetal des Deutschen Amateur Radio Clubs e.V.. Der Ortsverband ist mit seinen knapp 100 Mitgliedern einer der größten Ortsverbände im Distrikt Westfalen-Süd. Bundesweit hat der Club mehr als 40.000 Mitglieder in 1.051 Ortsverbänden. Schwerpunkte der Arbeit in Ennepetal sind die Jugendarbeit, die Vorbereitung zur Amateurfunkprüfung bei der Bundesnetzagentur sowie der Selbstbau von Geräten. „Aktive Amateurfunker“, so machte Frank Nockemann als stellvertretender Ortsverbandsvorsitzender deutlich, „beschäftigen sich aus persönlicher Neigung und ohne politische und wirtschaftliche Interessen mit Funktechnik und Funkbetrieb. Wir nutzen die Möglichkeiten zum verantwortungsbewussten Selbstbau von Sendern, Empfängern und Antennen und kommunizieren weltweit und krisensicher auf Lang-, Mittel-, Kurz- und Ultrakurzwelle.“ Die Funkamateure aus der Region treffen sich immer mittwochs und sonntags im Vereinsheim im Reichbach-Gymnasium (Peddinghausstr. 17, Ennepetal). In der Jugendgruppe werden die 10 bis 17-jährigen donnerstags an den Amateurfunk und den Bau von elektronischen Geräten herangeführt. Seine Angebote und seine Arbeit stellt der Verein am 16. und 17. Mai auch im Rahmen eines Tages der offenen Tür vor. Wer sich vorab informieren möchte, nutzt das Internet. Dort finden Interessierte unter www.darc.de/o27 alles über den Ortsverband. Als persönlicher Ansprechpartner für Rückfragen steht zudem Frank Nockeman, Telefon: 02336/10881, zur Verfügung. Die Ausstellung im Eingangsbereich des Schwelmer Kreishauses kann während der Öffnungszeiten der Kreisverwaltung (montags bis donnerstags von 8:30 Uhr bis 16:00 Uhr und freitags von 8:30 Uhr bis 13:00 Uhr) besucht werden.
pm/eRe
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