Experten streiten sich über Sinn und Unsinns des EKZ Limbecker Platz. Für die einen ist es Touristenmagnet, für die anderen Totengräber der Innenstadt. Die ersten bitteren Pillen musste Essens Innenstadt bereits schlucken. Mit Saturn und C&A verlassen zwei attraktive Kunden das City-Center und die Kettwiger Straße. Die Löcher, welche die beiden Großhändler hinterlassen, werden nur schwer zu schließen sein. Die Rechnung, dass 2.000 Arbeitsplätze entstehen, muss differenziert betrachtet werden. Da viele bestehende Anbieter in den Shopping-Koloss ziehen, nehmen diese ihre Mitarbeiter mit und schaffen damit keine neuen Stellen. Der Textilienanbieter C&A verkleinert sogar seine Geschäftsräume im Gegensatz zur bisherigen Filiale an der Kettwiger Straße.
Während ECE , Verantwortlich für Planung und Managment des EKZ Limbecker Platz, Chancen für den gesamten Handel in Essen sieht, weil das Einkaufszentrum die Massen in die Ruhrmetropole lockt, gibt es auch negative Stimmen. In der heutigen Ausgabe der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung äußert sich Peter Fuhrmann, Experte für Einzelhandelsentwicklung von Düsseldorf, kritisch über das Shopping-Center: „Essen hat zwar in den letzten Jahren Kaufkraft an andere verloren. Aber dieses Riesenmonster ist völlig überdimensioniert, und es schert niemanden mehr, ob so etwas langfristig funktioniert.” Probleme stecken auch in der Masse der hiesigen Einkaufszentren. In Oberhausen, Bochum, Duisburg und Mülheim stehen bereits Einkaufstempel, in Dortmund wird ein weiterer geplant.
-pm/sos-
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