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Loveparade-Gedenken: Neue Entscheidung über Mahnmal in Duisburg

Loveparade-Gedenken: Neue Entscheidung über Mahnmal in Duisburg

 
Duisburg , Di. 25.01.2011, Autor: voßnacke
 
Loveparade-Mahnmal in Duisburg: Klappe – die zweite! Nach dem Eklat um Jürgen Meisters „geklaute“ Idee der Gedenkstele, die im ersten Durchgang den einhelligen Jury-Zuschlag erhielt, das Erinnern an die 21 Toten und hunderten Verletzten der Loveparade zu versinnbildlichen, muss die Jury heute ein zweites Mal auswählen. Geht diesmal alles glatt? Auch der Standort des künftigen Mahnmals bereitet immer noch Kopfzerbrechen.

Ein Mahnmal als letzte Ehre, die man den Opfern der Loveparade-Tragödie vom 24. Juli 2010 erweisen will, als Ort des stillen Gedenkens und Trauerns: Die gute Idee der „Initiative Spendentrauermarsch“, die extra für ein solches Mahnmal rund 26.000 Euro sammelte, sorgt in Duisburg jedoch für Aufregung.

Jürgen Meisters Mahnmal-Entwurf schien perfekt - war jedoch geklaut...

Nach Einschätzung der Jury um Alt-OB Josef Krings stand der perfekte Entwurf eigentlich schon fest: Aus 38 Einsendungen von Duisburger Künstlern stach der Vorschlag einer Skulptur heraus, die die Silhouette von Menschen zeigte, welche die Hände in die Höhe reißen – nicht zu erkennen, ob aus Freude oder Angst. Das perfekte Sinnbild für die Loveparade, die von einer fröhlichen Technoparty zum grausigen Schicksalstag wurde. Jürgen Meister war ihr Schöpfer. Wenige Tage später stellte sich heraus: Alles nur geklaut! Meister hatte unerlaubterweise eine Vorlage aus dem Internet benutzt und diese sinnentfremdet.

Jury um Alt-OB Krings hat in Duisburg keine leichte Aufgabe

Nun muss die Jury erneut 'ran, muss aus den verbleibenden Entwürfen denjenigen wählen, der es allen Seiten recht macht. Kein leichtes Unterfangen, schließlich müssen sich Überlebende, und Angehörige, ja eine ganze Stadt mit dem Mahnmal identifizieren.

Standort des Loveparade-Mahnmals nach wie vor umstritten

Bis zum ersten Jahrestag der Loveparade-Katastrophe soll es spätestens stehen. Nur wo? Das ist immer noch nicht abschließend klar: Bisher ist der Standort vor dem Tunnel an der Karl-Lehr-Staße vorgesehen. Andere fordern eine Aufstellung direkt am Fuße der Unglücks-Rampe, mit der die Tragödie in den Köpfen vieler aufs Engste verknüpft ist.

Gedenken geht auch anders: "Never forget"-Gedenkkreis schafft mit einfachen Mitteln ein Kunstwerk im Unglücks-Tunnel

Viele Fragezeichen also weiterhin in Duisburg. Wie Erinnerung auch einfacher gehen kann zeigt seit Montag der Gedenkkreis „Never Forget“: Mitten im Katastrophen-Tunnel an der Karl-Lehr-Straße schuf dieser mit einfachsten Mitteln ein eindrucksvolles Kunstwerk. Nur mit Drahtbürsten bewaffnet, reinigte er auf künstlerische Art die dreck- und staubverschmutzten Tunnel-Wände an bestimmten Stellen derart, dass menschliche Silhouetten entstanden – symbolisch für die Loveparade-Opfer.

-tv-

 

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