Startseite/ Loveparade-Tragödie von Duisburg: Schaller sagt im Fernsehen Sorry
Merkliste (0)Fast fünf Monate nach der Loveparade-Tragödie von Duisburg nimmt Veranstalter Rainer Schaller heute erstmals im Fernsehen Stellung zu den schweren Schuldvorwürfen – und entschuldigt sich bei den Opfern und Hinterbliebenen. Eine Reaktion, die die Öffentlichkeit lange, lange vermisste. Schaller wählt einmal mehr die Offensive.
2010 neigt sich dem Ende zu. Höchste Zeit also für die Fernsehmacher, sich in aufwändigen Jahresrückblicken den Geschehnissen in Politik, Sport und aller Welt zu widmen. Klar, dass ein Ereignis, das ganz Deutschland erschütterte, nicht fehlen darf: Die unfassbare Tragödie rund um die Loveparade in Duisburg, bei der 21 Menschen ums Leben kamen.
Heute macht Johannes B. Kerner auf SAT1 den Anfang – gestern war die entsprechende Aufzeichnung.
Auch JBK blickt auf den 24. Juli 2010 zurück – den Tag, an dem aus einer fröhlichen Techno-Party eine Katastrophe wurde. NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft ist mit ihrem Sohn Jan da, der selbst mitten im Loveparade-Geschehen steckte, Tobias Solga und Mirjana Zafirovski sind da, die auf der Loveparade lebensgefährlich verletzt wurden oder einen Angehörigen verloren.
Und auch Rainer Schaller ist da, seines Zeichens Loveparade-Veranstalter, den ebenso wie Duisburgs Oberbürgermeister Adolf Sauerland die volle Härte der Schuldvorwürfe traf und trifft.
Lange vermisste ehrliche Worte des Loveparade-Veranstalters
Anders als Sauerland stellt sich Schaller nun aber der Öffentlichkeit und dem Thema Loveparade – und wählt starke Worte, die in der ehrlichen Form bisher vermisst wurden: „Ich möchte mich entschuldigen, für das was geschehen ist. Es tut mir unendlich leid, ich kann es nicht rückgängig machen“, erklärte er in der TV-Aufzeichnung.
Dem Lopavent-Chef und Betreiber der Fitness-Kette McFit sei zudem bewusst, dass er als Veranstalter eine moralische Verantwortung habe: „Ich bitte nur darum, dass die Schuldfrage juristisch geklärt wird und werde mich auch hier einer eventuellen Verantwortung stellen“.
Schaller wählt einmal mehr die Offensive...
Damit geht Schaller erneut in die Offensive: Bereits vier Tage nach dem Unglück in Duisburg hatte Schaller einen Nothilfe-Fonds von einer Million Euro aufgelegt, auf den Angehörige nach wie vor zugreifen können. Im Internet veröffentlichte er dann über 22 Stunden Videomaterial von sieben Überwachungskameras auf der Großveranstaltung, damit sich jeder selbst ein Bild von den Geschehnissen machen konnte. Auch mit Vorwürfen gegenüber der Polizei preschte er vor.
Die Ergebnisse der juristische Aufklärung seitens der Staatsanwaltschaft lassen bisher noch auf sich warten
-tv-
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