Zu wenig Gemüse, Obst und kohlenhydratreiche pflanzliche Lebensmittel wie Reis, Nudeln, Kartoffeln, Brot und Co., aber deutlich zu viel Süßigkeiten, Salz und proteinreiche Lebensmittel wie Fleisch, Wurst und Käse - dies sind die Schwachstellen in Sachen Ernährung von Kleinkindern. Und mit diesem Essverhalten weichen sie kaum von ihren Eltern und dem Rest der deutschen Bevölkerung ab.
Die Aufnahme von Protein liegt um das 2- bis 3-Fache über der empfohlenen Zufuhr. Außerdem essen Kinder unter fünf Jahren zu viel Salz und Zucker. Schon im 1. Lebensjahr erhalten die Kleinsten Zucker und Süßwaren, der Verzehr steigt auf 40 g/Tag bei den 4-Jährigen. Dies sind Botschaften des aktuellen Ernährungsberichts, den die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. der Öffentlichkeit vorstellte. Die Daten basieren auf einer Verzehrsstudie, die den Lebensmittelverzehr und die Nährstoffzufuhr von über 700 Säuglingen (ab 6 Monate) und Kleinkindern bis unter 5 Jahren untersucht.
In puncto Obst halten sich die Eltern von Kleinkindern noch relativ gut an die Empfehlungen für die ersten zwei Jahre: Bis zum 2. Geburtstag essen Kinder im Durchschnitt die empfohlene Menge von 120 g. Schon beim Gemüse klappt es allerdings nicht mehr so gut, hier erreicht kaum ein Kind über 1 Jahr die Empfehlung von 120 g. Und je älter sie werden, desto größer wird die Schere zwischen Ist und Soll: Bei den 4-Jährigen landen anstatt 200 g Gemüse nur 60 g bis 75 g pro Tag auf dem Teller. Da dürften dann so langsam die weniger gesunden Essgewohnheiten der Eltern zum Vorschein kommen, denn für Kleinkinder wird das Essen ja nicht mehr (wie für Babys) extra zubereitet. Hier heißt es also: Um Kinder gesund zu ernähren, muss man am Essverhalten der Eltern arbeiten.
-pst/pet-
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