Am letzten April Wochenende 2009 bietet der Zoo Dortmund seinen Besuchern etwas Außergewöhnliches: Ein mittelalterliches Spectaculum auf dem Zoogelände. Die Kombination aus Mittelalterevent und Zoo soll das Verhältnis von Mensch und Tier in der Vergangenheit beleuchten.
Im Rahmen seines Mittelaltermarktes am 25./26. April 2009 bietet der Zoo Dortmund Führungen zum Verhältnis von Mensch und Tier im Mittelalter an. Am letzten Aprilwochenende gibt der Zoo Dortmund seinen Besuchern die einmalige Gelegenheit, ein mittelalterliches Markttreiben auf seinem parkartigen Gelände erleben zu können. Das Programm beinhaltet neben Marktständen, Taverne, Musik und Tanz auch (kostenlose) Zooführungen, die das Verhältnis von Mensch und Tier im Mittelalter aus biologischer und kulturwissenschaftlicher Perspektive beleuchten. Der Besucher erfährt hier Unbekanntes und Vergessenes aus einer Zeit, als Mensch und Nutztier unter einem Dach lebten und die „ungezähmte“ Natur dem Menschen unheimlich war. Es werden Führungen zu zwei Themen angeboten: „Dem Menschen untertan?“ beschäftigt sich mit dem kulturellen Verhältnis von Mensch und Tier. Bei dieser Gelegenheit kann auch der jüngste Nachwuchs des Dortmunder Zoos – die wenige Monate alten Löwenbabys – besucht werden. Der Löwe als Wappentier und meist genanntes Geschöpf der Bibel wird unter anderem Thema der Führung sein wie auch die heimischen Tiere Hirsch und Falke. Eng mit der höfischen Jagd verknüpft werden letztere auch als Bedeutungsträger in der mittelalterlichen Liebessymbolik betrachtet. Die Führung „Zecken, Milben, Ratten“ führt den interessierten Besucher zu den „mittelalterlichen“ Haustieren und deren „Bewohnern“. So werden an diesem Wochenende auch die kleinsten „Mitbewohner“ zum großen Thema. Oder wollten Sie nicht immer schon mal wissen, was eigentlich ein „Federling“ ist? Der geführte Rundgang endet schließlich wieder am Platz des mittelalterlichen Treibens, wo sich der Besucher an verschiedenen Köstlichkeiten erfrischen kann.
pm/eRe
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