Die Geschwindigkeit mit der der Moerser SC seine Erfolgsgeschichte schreibt, versetzt die Volleyballwelt in Staunen.
Erst 1985 gegründet, standen die Niederrheiner bereits 1987 im Halbfinale des Deutschen Pokals. Als Feierabendsportler feierten die Moerser in den Folgejahren einen Triumph nach dem anderen.
Vom "Feierabend-Team" zum Deutschen Meister
Das „Moerser Modell“, der Versuch Hochleistungssport und Berufstätigkeit unter einen Hut zu bringen, ging schneller auf als gedacht. Im ersten Jahr als Erstligist zog der MSC bereits in den CEV-Europapokal ein, der 1990 sensationell gewonnen wurde. Als erste deutsche Herren-Mannschaft überhaupt holten die Moerser den Pott in die Grafenstadt. 1991 folgte der Gewinn des Deutschen Pokals und ein Jahr später erklimmte man dann endlich auch den hiesigen Volleyball-Olymp: der Moerser SC war erstmals Deutscher Meister.
Deutsch-niederländisches Top-Team in den 1990ern
Die Titelsammlung der frühen Neunziger sollte aber noch nicht vorüber sein, denn 1993 hieß der Pokalsieger erneut Moerser SC. Spätestens jetzt zog der große Sport in Moers ein. 1996/97 stellte der MSC nach Meinung der Experten das beste Volleyballteam aller Zeiten. Die Starting-Six bestand dabei aus einer deutsch-holländischen Kooperation. Die drei niederländischen Olympiasieger Ronald Zoodsma, Robert Grabert und Peter Blange wurden ergänzt durch die deutschen Nationalspieler Stefan Hübner, Alexander Wedler und Marco Liefke.
2001 erlebte die Erfolgsgeschichte einen kurzen Einschnitt mit dem Abstieg aus der Ersten Liga. 2004 feierten die Volleyballer die Rückkehr ins Oberhaus und zogen wieder einmal direkt ins internationale Geschäft ein. In den Jahren 2006, 2007 und 2009 erreichte der MSC jeweils das Pokalfinale, konnte sich aber nicht durchsetzen. Allerdings ist der Moerser SC Rekord-Pokalfinalist in Deutschland.
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