Nach rechtskräftigem Urteil des Oberverwaltungsgerichtes NRW werden ab dem 01.01.2008 getrennte Gebühren für Schmutz- und Regenwasser erhoben. Alle rund 2.000 Sonsbecker Grundstückseigentümer bekommen ab Oktober wichtige Post von der Gemeinde: die Erfassungsbögen für die getrennte Abwassergebühr.
Grund der Einführung der getrennten Abwassergebühr
Nach benanntem Urteil vom 18.12.2007 muss in allen Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen ab sofort eine getrennte Schmutz- und Regenwassergebühr eingeführt werden. Ziel der neuen Gebührenstruktur ist es, eine gerechte Verteilung der Kosten für die Abwasserbeseitigung, entsprechend der tatsächlichen Inanspruchnahme, zu realisieren.
Wichtig: Es wird keine zusätzliche Gebühr erhoben, sondern die alte Gebühr wird aufgeteilt.
Versiegelte Flächen aus der Luft
Nach dem im Frühjahr 2008 stattgefundenen Bildflug, durchgeführt mit modernster Technik, findet zurzeit eine Luftbildauswertung der etwa 2.000 Grundstücke statt.
Es werden die Dachteilflächen und die befestigten Flächen am Boden ausgewertet, deren Einleitverhalten der Grundstückseigentümer mittels ankreuzen auf dem Erfassungsblatt angeben muss. Gleiches gilt für die Befestigungsart, was aber auch zeigt, dass die Mitwirkung der Bürger erforderlich ist.
Ambitionierter Zeitplan
Da die Zeit für die Realisierung des Projektes von der Luftbildauswertung bis zur Rücklaufeinarbeitung und Datenübergabe relativ knapp bemessen ist, ist die Mitwirkung der Bürger zusätzlich erforderlich um die Angaben auch zeitnah verarbeiten zu können. Sollten Angaben fehlen oder Bürger nicht reagieren so wird die gesamte Dach- und befestigten Fläche auf einem Grundstück zukünftig als einleitend berechnet. Im Eigeninteresse eines jeden sollte es daher sein, im Projekt mitzuwirken, da oftmals die tatsächlich ausgewertete Fläche aus den Luftbildern größer ist, als die in den Kanal einleitende.
Gebührenhöhe noch unklar
Wie hoch später die Gebühren für Schmutzwasser und Regenwasser ausfallen, das kann erst nach Auswertung und Prüfung aller Daten berechnet werden. Um zu einer gerechten und transparenten Kalkulation zu kommen, wird ab dem Versand der Erfassungsbögen im Oktober ein Infomobil in den Ortsteilen unterwegs sein und im Rathaus wird eine zusätzliche Informationsstelle eingerichtet. Darüber hinaus wird eine Beratungshotline geschaltet. Die kostenlose Rufnummer der Hotline wird mit dem Versand der Erklärungsbögen bekannt gegeben.
Sobald die weiteren konkreten Einzeltermine bekannt sind, werden diese ebenfalls veröffentlicht.
Herausgeberin: Gemeinde Sonsbeck
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